Seitenlogo
eb

Einblicke in die JVA Bremervörde

Dr. Arne Wieben berichtete auf Einladung der GSP vom Alltag im Gefängnis, das mit 194 Mitarbeitenden zu einem der größten Arbeitgeber in der Stadt gehört.

Dr. Arne Wieben, Leiter der Justizvollzugsanstalt Bremervörde, sprach auf Einladung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik über den Alltag im Gefängnis.

Dr. Arne Wieben, Leiter der Justizvollzugsanstalt Bremervörde, sprach auf Einladung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik über den Alltag im Gefängnis.

Bremervörde (eb). Schon zur Tradition geworden, trafen sich die Mitglieder der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) kürzlich zu einem lebendigen sicherheitspolitischen Gedankenaustausch im Biergarten am Haus am See. Als kompetenten Gesprächspartner hatte Sektionsleiter Werner Hinrichs dieses Mal den Anstaltsleiter der Justizvollzugsanstalt in Bremervörde, Dr. Arne Wieben, zum Thema: „Justizvollzug im Allgemeinen und die JVA BRV“ gewinnen können, der den Gästen interessante Einblicke und Informationen über den Alltag der JVA gewährte.

So erfuhren die Zuhörenden von Dr. Wieben, dass die JVA Bremervörde die erste teilprivatisierte Justizvollzugseinrichtung in Niedersachsen ist und zu den besten Einrichtungen von über 160 JVA in ganz Deutschland zählt. Seit nunmehr 10 Jahren sitzen Strafgefangene in der JVA Bremervörde ein, die auf dem Gelände des ehemaligen Flugabwehrraketengeschwaders errichtet wurde. Das Gefängnis verfüge, so Dr. Wieben, über 300 Haftplätze. Mit 194 Mitarbeitenden gehöre die JVA zu einer der größten Arbeitgeber in der Stadt.

 

Resozialisierung und Beschäftigung

 

Neben dem Schutz der Allgemeinheit durch eine sichere Unterbringung der Gefangenen erfülle das Gefängnis auch die Resozialisierung von Strafgefangenen, durch eine Vielzahl von delikts- und themenbezogenen Therapiemaßnahmen.

So gehen geschulte Fachleute aus den Bereichen Soziales und Psychologie auf jeden einzelnen Gefangenen individuell ein. In insgesamt fünf Arbeitsbetrieben werden bis zu 170 Gefangene beschäftigt, darüber hinaus gibt es 18 Aus- und Weiterbildungsplätze, die die Strafgefangenen frühzeitig an einen strukturierten Arbeitsalltag heranführen sollen, so Dr. Wieben. Für das gesundheitliche Wohl sind ein Anstaltsarzt, ein Zahnarzt, ein Psychiater und mehrere Honorar- sowie Vertretungsärzte zuständig. Ein umfassendes Sportprogramm, welches Team- und Ausdauersport fördert, rundet das Angebot für die Gefangenen ab. Ebenfalls leisten ehrenamtliche Mitarbeitende, der Anstaltsbeirat und viele weitere Kooperationspartner aus Wirtschaft, Kirche, Politik und Gesellschaft einen wertvollen Beitrag zur Erfüllung des Auftrags.

Nach seinen Ausführungen mischte sich Wieben unter die Gäste und beantwortete mit großem Engagement die interessierten Fragen aus der Runde zu seinem Alltag sowie den Problemen und Herausforderungen unserer Strafjustiz. Daraus entwickelten sich muntere Gespräche, die der Anstaltsleiter noch mit Einblicken hinter die Kulissen der JVA würzte.

„Wir freuen uns, dass auch diesmal unser Angebot von unseren Mitgliedern so gut angenommen wurde und hoffen auf eine Wiederholung im nächsten Jahr,“ so Werner Hinrichs.


UNTERNEHMEN DER REGION