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"EigenArt" Kunstraum eröffnet am 24. Juli

Bremervörde (rgp). Am 24. Juli eröffnet im Herzen von Bremervörde der neue Kunstraum "EigenArt".

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Anja Schlesselmann gehört zu den Initiator*innen des neuen Projekts „EigenArt“. Am 24. Juli eröffnet der neue Kunstraum in Bremervörde.  Foto: rgp

Anja Schlesselmann gehört zu den Initiator*innen des neuen Projekts „EigenArt“. Am 24. Juli eröffnet der neue Kunstraum in Bremervörde. Foto: rgp

Anja Schlesselmann („Offenes Atelier“/ „KidsArt“), Sabine Schuhmacher (BBG), Thorsten Eilers (Fotokünstler) und Andreas von Glahn (BBG / „Tandem“) haben den Anzeiger kürzlich eingeladen, vorab hinter die noch verschlossenen Türen eines neuen, „eigenartigen“ Zentrums zu blicken. Dieses Zentrum wird künftig im Herzen von Bremervörde vereinen, was verbindet: Kunst und Kultur. Oder besser: Atelier, Art-Shop, Galerie und mehr.
„EigenArt“ nennt sich die Idee, die nicht primär aus dem Gebäude mit dem Namensschild besteht, sondern viel mehr den Raum beschreibt, den Menschen nehmen dürfen, um miteinander Kunst erlebbar zu gestalten. Wer ab dem 24. Juli nun diesen positiv „eigenartigen“ Raum betritt, dem bietet sich ein lichtdurchflutetes Areal, in dem der Blick von der Eingangstür durch die Räumlichkeit sowie durch die neue großzügige Fensterfront quasi der Sonne entgegenfließen kann. Von Glahn: „Wir als BBG haben die gesamte Halle grundrenoviert. Wir haben eine neue Fensterfront eingezogen, weil es uns wichtig war, dass man einmal transparent ganz durchgucken kann. Denn Transparenz ist uns sehr wichtig!“ Der hintere Abschnitt, direkt vor dem Blick ins Grüne, wird als Werkstattbereich auch weiterhin Mitarbeiter*innen der BBG inspirieren dürfen. Der Kunstraum wird jedoch gleichfalls als Seminarraum zur Verfügung stehen. Im Entrée der „EigenArt“ wird es Ausstellungen geben, sowie vorne rechts den Art-Shop. Mit anderen Worten: In der Bremer Straße 11 kann demnächst sowohl Kunst entstehen als auch gezeigt und verkauft werden. Während in der unteren Hälfte der beiden Räume aktiv gearbeitet werden darf, geben die Wände der oberen Hälften den Ausstellungsmotiven für die jeweiligen Ausstellungszeitfenster ein Zuhause.
 
Sozialraumarbeit
 
„Wir möchten erreichen, dass in den Köpfen der Menschen verstanden wird, was Sozialraumarbeit ist. Sie findet nicht einfach nur in den vier Wänden statt, die rundherum sind, sondern wir gucken genau, wie wir in der Gemeinde ankommen. Um eben dort zu arbeiten, wo es passt.“ In diesem Fall gibt es zumindest in Bremervörde keinen besseren Platz als genau im Herzen der Ostestadt. Daran sollen natürlich auch alle Menschen teilhaben, die in den verschiedenen sozialen Projekten von Tandem sowie der Gesellschaft für soziale Dienste (GESO) involviert sind.
 
Duale Fotokunst
 
Das Gesamtkonzept beinhaltet bis zu sechs Ausstellungen pro Kalenderjahr. Die erste Werkschau stammt von dem Bremervörder Fotokünstler Thorsten Eilers. Der ehemalige BBS-Studiendirektor, der nunmehr für die LEB und VHS als Fotografie-Dozent aktiv ist, zeigt zwei unterschiedliche Werkgruppen. Während es im Eingangsbereich hell und bunt zugeht, um ein Statement in kreativer Lebenslust und des „um die Ecke Denkens“ zu installieren, behandelt der zweite Zyklus das Thema „Moor“. In diesem Fall handelt es sich um Fotografien, die im Hohen Moor an der Landkreisgrenze bei Elm entstanden sind. Dort lichtete Eilers im Morgennebel die manchmal recht bizarre Schönheit eines ganz besonderen Lebensraums ab.
 
Kunst erschaffen
 
In das Atelier im lichtdurchfluteten, hinteren, linken Raum lädt z.B. die Kunsttherapeutin Anja Schlesselmann ein, um nach gemeinsamen Projekten wie „KidsArt“ oder „Offenes Atelier“ weitere Kooperationen mit dem „Tandem“ zu gestalten. Doch auch andere kreative Menschen, Künstler*innen und/oder Dozent*innen können hier unter idealen Bedingungen ihrer Profession nachgehen.
 
Kunst verkaufen
 
Last, but not least wird sich Sabine Schuhmacher von der BBG im „Art-Shop“ darum kümmern, dass einerseits die Regale (derzeit unterhalb von Eilers‘ “Moorlandschaften“) stets gut gefüllt sind, andererseits sich jedoch keine „Ladenhüter“ ansammeln. Schönes soll auch hier mit Nützlichem verbunden, und von verschiedenen Anbietern feilgeboten werden. Neben Produkten der BBG werden in Kooperation Waren aus dem Gärtnerhof in Badenstedt, aus den Steinfelder Werkstätten oder auch aus der Lebenshilfe Bremervörde-Zeven zu finden sein. Für den September planen die Organisator*innen noch einen großen Tag der offenen Tür - soweit eine derartige Veranstaltung aufgrund der Umstände dann wieder durchgeführt werden darf.


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