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Der Wolf in Niedersachsen

Zum 15. Bremervörder Grogabend hatte der CDU-Gemeindeverband in die Elmer Windmühle „Henriette“ eingeladen. Der Abend verband politische Diskussionen mit geselligem Austausch sowie mit der Musik von den Bremervörder Hafensängern.

 

Landtag Marco Prietz, Kristin Harms, Dirk Stelling und Helmut Dammann-Tamke beim Grogabend der CDU.

Landtag Marco Prietz, Kristin Harms, Dirk Stelling und Helmut Dammann-Tamke beim Grogabend der CDU.

Bild: Eb

Bremervörde. Die Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes, Kristin Harms, begrüßte die Gäste und freute sich über die gute Beteiligung. Anschließend hieß Ortsbürgermeister Erich Gajdzik die Anwesenden in Elm willkommen und unterstrich die Bedeutung der Ortschaften innerhalb der Stadt Bremervörde.

 

Auswirkungen für den ländlichen Raum

Den Hauptvortrag hielt Helmut Dammann-Tamke, Präsident des Deutschen Jagdverbandes. Unter dem Titel „15 Jahre Wolf in Niedersachsen“ zeichnete er die Entwicklung der vergangenen Jahre auf und ging auf die Auswirkungen für Weidetierhalter, Landwirtschaft und den ländlichen Raum ein. Der Abend erhielt dabei eine besondere Aktualität: Am selben Tag, den 5. März, beschloss der Deutsche Bundestag, den Wolf in das Jagdrecht aufzunehmen. Dammann-Tamke ordnete diese Entscheidung als wichtigen Schritte in, auf den Verbände und Betroffene über viele Jahre hingearbeitet hätten, und erläuterte die Bedeutung der Entscheidung für den zukünftigen Umgang mit dem Wolf.

Neben den politischen Beiträgen kam auch das gesellige Miteinander nicht zu kurz. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit für Gespräche und den Austausch.

 

Politische Wortbeiträge

Für den musikalischen Rahmen sorgten die Bremervörder Hafensänger, die mit mehreren Liedbeiträgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgten.

Den politischen Auftakt machte anschließend Bürgermeisterkandidat Dirk Stelling mit einem kurzen Grußwort. Er stellte die Bedeutung starker Dörfer heraus und betonte: „Die Zukunft des ländlichen Raums entscheidet sich vor Ort.“ Zugleich kündigte er an, sich als Bürgermeister besonders für das Ehrenamt einsetzen zu wollen. Darüber hinaus hielt Stelling ein klares Plädoyer für wirtschaftliche Entwicklung im ländlichen Raum. Gerade der Mittelstand müsse sich entwickeln können und dafür brauche es Fläche im Angebot.

Im Anschluss sprach Landrat Marco Prietz über die aktuelle finanzielle Situation von Bund, Ländern und Kommunen. Er machte deutlich, dass der Staat langfristig nur handlungsfähig bleiben könne, wenn Einnahmen und Ausgaben wieder in ein tragfähiges Verhältnis gebracht würden. Mit Blick auf steigende Sozialausgaben und notwendige Reformen im Sozialstaat betonte der Landrat, dass Bund und Länder die Kommunen seien, die viele staatliche Leistungen unmittelbar umsetzen und finanzieren. Schulden und Steuererhöhungen seien nicht der richtige Weg: „Wir haben kein Einnahme-, sondern ein Ausgabeproblem.“


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