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Demenz verstehen

Wenn Erinnerungen verblassen, geraten auch Beziehungen ins Wanken: Ein Informationsabend in Gnarrenburg will am Dienstag, 14. April, Wege aufzeigen, wie der Alltag mit Demenz gelingen kann.

 

Eine Demenzerkrankung stellt nicht nur die Betroffenen vor Herausforderungen, sondern auch die Angehörigen.

Eine Demenzerkrankung stellt nicht nur die Betroffenen vor Herausforderungen, sondern auch die Angehörigen.

Bild: Adobe Stock

Gnarrenburg. Die OsteMed Klinik Bremervörde lädt interessierte Menschen gemeinsam mit der Community Health Nurse und der Tagespflege Haus Eulennest ein, sich über die Folgen und den Umgang mit Demenz zu informieren. Beginn ist um 19 Uhr in der Tagespflege Haus Eulennest in der Hindenburgstraße 18. Eingeladen sind Betroffene, Angehörige sowie alle Interessierten aus der Region.

Im Mittelpunkt steht der Umgang mit Menschen mit Demenz – ein Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt. Denn mit steigender Lebenserwartung wächst auch die Zahl der Erkrankten. Für viele Familien bedeutet die Diagnose eine tiefgreifende Veränderung des Alltags.

 

Zwischen Überforderung und Verantwortung

Mit dem Fortschreiten der Krankheit verlieren Betroffene schrittweise ihre Selbstständigkeit. Angehörige stehen häufig vor der Herausforderung, Pflege zu organisieren oder selbst zu übernehmen. Die Belastung ist nicht nur organisatorisch, sondern auch emotional und körperlich spürbar.

Der Informationsabend setzt genau hier an: Die Community Health Nurse Miriam Steens gibt praktische Hinweise, wie Kommunikations gelingen kann, wenn Worte fehlen, und wie sich Alltagssituationen strukturieren lassen. Ziel ist es, Sicherheit im Umgang zu vermitteln und Entlastung aufzuzeigen.

 

Modellprojekt für die Region

Die Arbeit der Community Health Nurse ist Teil eines Modellprojekts, das im Rahmen der Gesundheitsregionen Niedersachsen gefördert wird. Ziel ist es, passgenaue Unterstützungsangebote direkt vor Ort zu entwickeln und Betroffene individuell zu begleiten.

Neben der Beratung gehört auch die Vernetzung mit Fachkräften und ehrenamtlichen Helfern zu den Aufgaben. Damit soll ein regionales Netzwerk entstehen, das langfristig hält.

 

Anmeldung erforderlich

Die Teilnahme an der Informationsveranstaltung am Dienstag, 14. April, ist kostenlos, eine Anmeldung jedoch erforderlich. Die Veranstalter verweisen darauf, dass bewusst ein persönlicher Rahmen geschaffen werden soll, um Austausch und individuelle Fragen zu ermöglichen.


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