Käte Heins

Corona und die Jugend

Beverstedt (khe). Corona bestimmt seit Monaten unseren Alltag. Wie hat die Pandemie das Leben von Kindern und Jugendlichen verändert? Bislang fragt kaum jemand nach den Erfahrungen und Perspektiven der jungen Menschen in der Corona-Krise. Ein Interviewprojekt der Jugendförderung in Beverstedt setzt genau dort an.

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In einem Interviewprojekt der Jugendförderung in Beverstedt wurder mehrere Jugendliche befragt, wie sie mit der Corona-Krise umgehen.  Foto: khe

In einem Interviewprojekt der Jugendförderung in Beverstedt wurder mehrere Jugendliche befragt, wie sie mit der Corona-Krise umgehen. Foto: khe

Foto: Patrick Viol

Beverstedt (khe). Corona bestimmt seit Monaten unseren Alltag. Wie hat die Pandemie das Leben von Kindern und Jugendlichen verändert? Bislang fragt kaum jemand nach den Erfahrungen und Perspektiven der jungen Menschen in der Corona-Krise. Ein Interviewprojekt der Jugendförderung in Beverstedt setzt genau dort an. Abstand halten, Mundschutz tragen und Hygieneregeln beachten. Viele Verordnungen, Richtlinien und Maßnahmen schränken uns ein. Dabei werden oft Prioritäten gesetzt und einige Perspektiven nicht umfänglich betrachtet. Wie kommen junge Menschen mit der Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungsmaßnahmen zurecht? Ihre Interessen stehen meist am Ende oder nur oberflächlich und ansatzweise im Fokus. Hier setzt das Interviewprojekt von Kerstin John und Jürgen Denker der Familien – und Jugendförderung in Kooperation mit sechs Jugendortsvorstehern der Gemeinde Beverstedt an. In Einzelinterviews sollte ein Stimmungsbild aufgezeigt werden, wie sich die jungen Menschen fühlen und wie sie mit der absolut neuen Situation umgehen. Fragen nach ihren Sorgen, ihrer Zufriedenheit und Fragen zur medialen Kontaktaufnahme zu ihren Freunden oder den Herausforderungen von Schulinhalten stehen im Mittelpunkt. Massive Einschränkungen hinderten sie daran, mit gleichaltrigen Freunden in Kontakt zu treten. Nachrichten wurden fast ausschließlich per Whatsapp übermittelt. Sich im Jugendraum treffen, gemeinsam für die Schule lernen oder zusammen ein Eisessen gehen. Durch die Eindämmungsmaßnahmen verpassten viele Jugendliche Momente und Begegnungen, die für ihre Entwicklung wichtig sind. „Während die Eltern gearbeitet haben, mussten wir uns selbst eine Tagesstruktur schaffen und uns klar machen, dass keine Ferien sind,“ berichtet ein Schüler. Andererseits berichten die Jugendlichen n den Interviews darüber, wie sie zusammen mit den Eltern und Geschwistern Wanderungen in die näheren Umgebung unternommen, oder sich handwerklich beschäftigt haben. Homeschooling oder Regelbetrieb? Wie geht es nach den Ferien weiter – und wie wirkt sich die Krise längerfristig auf die Schüler*innen auswirken? Da werden Zukunftsängste geschürt, wenn die Schulen nicht zum Regelbetrieb zurückkehren können. Ein Anliegen sei, über digitale Medien Aufgaben und Lösungen vermitteln, Kinder früher an die Digitalisierung heranzuführen. Schüler*innen Tablets auszuleihen und eine Mailadresse zu geben, womit sie in der Schule und zu Hause arbeiten können. Auf dem letzten Jugendforum war die fehlende Digitalisierung in den Schulen ein Brennpunktthema. Diese müsse jetzt vorangetrieben werden. Gedanken zum Abschluss Die Jugendlichen hoffen auf das nächste Hurricane-Festival, Gesundheit für Oma und Opa und Dankbarkeit für Familie und Freunde, sowie einen Impfstoff gegen das Virus. Dieses sind nur einige Gedanken und Wünsche der Kids in den Interviews. Die vier Audio-Clips sind über https://www.beverstedt.de/leben-in-beverstedt/jugend-undfamilienförderung/jugendbeteiligung hörbar und spiegeln die Eindrücke der Jugendlichen in den Bereichen Veränderungen im Leben, Alltagsaktivitäten, Schulsituation und allgemeine Betrachtungen wider.


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