Mareike Kerouche

Campus ist am Entstehen - Schulausschuss sprach über die Situation vor Ort

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Der Schulausschuss der Stadt Bremervörde tagte im Gebäude der Grundschule.  Foto: sla

Der Schulausschuss der Stadt Bremervörde tagte im Gebäude der Grundschule. Foto: sla

Bremervörde. Die derzeitige Situation in der Grundschule und deren Weiterentwicklung sowie der Sachstand beim Bau des Sek-I-Campus standen im Mittelpunkt der Sitzung des Schulausschusses der Stadt Bremervörde. Er tagte im Grundschulgebäude unter der Leitung des stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Rolf Hüchting (Bündnis 90/Die Grünen).
Eine Bilanz drei Jahre nach Einzug in die neuen Räumlichkeiten zog Grundschulrektor Ralf Pochciol. Obwohl in dieser Zeit einiges erreicht wurde, gebe es noch viel zu tun. So sei die Schule noch nicht barrierefrei eingerichtet. Die Trinkwasserleitungen würden derzeit instand gesetzt, Spielgeräte müssten noch aufgestellt werden. Nach der Renovierung des Schwingbodens könne nunmehr der Betrieb in der Sporthalle wieder aufgenommen werden.
Der Schulleiter erinnerte, das neue Konstrukt sei durch die Fusion der drei Grundschulen Stadtmitte, Hesedorf und Iselersheim entstanden. „Dadurch stießen drei Schulkulturen aufeinander.“ Eine wichtige Aufgabe sei es, diese zusammen zuführen. Erschwerend komme hinzu, dass derzeit die 360 Schüler in 19 Regelschulklassen in zwei Gebäuden beschult würden. Es stehen 21 Lehrkräfte, zehn pädagogische Mitarbeiter und acht Schulassistenzen zur Verfügung. Es seien drei Vollzeitstellen nicht besetzt. Eingehend erläuterte Ralf Pochciol das pädagogische Konzept.
Wie geht es weiter mit der Grundschule Bremervörde? Im nächsten Tagesordnungspunkt stellte die Erste Stadträtin, Dr. Silke Fricke, einen wirtschaftlichen Vergleich der Sanierung des ehemaligen Orientierungsstufengebäudes und den Neubau eines Lernhauses vor. Die Sanierung des OS-Würfels bringe erhebliche Nachteile mit sich. So sei die Konstruktion nicht für eine moderne Schule geeignet. Er sei nicht hoch genug. Fluchtwege und Brandschutz würden weitere Kosten verursachten. Dort seien 16 Klassenräume vorhanden, benötigt würden lediglich sechs. Die Sanierungskosten würden sich auf rund 5,2 Millionen Euro belaufen. „Ein Neubau dagegen kann passgenau erstellt, die Grundschule und das Lernhaus könnten baulich miteinander verbunden werden.“ Nach den vorliegenden Berechnungen werden Kosten von 1,5 bis 2 Millionen Euro veranschlagt. „Eine Sanierung wäre Wahnsinn“, meinte spontan Ausschussmitglied Peter Hoheisel (CDU). „Nach dem Stimmungsbild im Ausschuss wird die Verwaltung die Planung eines Neubaus weiter verfolgen“, so Dr. Silke Fricke.
Anschließend gab sie einen Sachstandsbericht zum Sek-I-Campus, bei dem der Teilabriss der Hauptschule und die Entkernung abgeschlossen sind. „Die Baugenehmigung für den Neubau liegt vor.“ Der Bauzeitplan werde eingehalten. „Wir können weiter mit einer Fertigstellung im Juli/August 2020 rechnen, sodass die Schülerinnen und Schüler sowie natürlich die Lehrerinnen und Lehrer in den Sommerferien umziehen und das Schuljahr 2020/2012 im neuen Campus beginnen können.“
Der Campus wird sich später in zwei unterschiedliche Trakte gliedern. Geplant ist es, die Verwaltung und allgemeine Klassenräume in einen Trakt unterzubringen, während Fachunterrichtsräume in einem weiteren Trakt untergebracht werden. In einem extra Gebäude werden dann zudem Mensa, Aula, einzelne Fachunterrichtsräume beispielsweise für Musik und der Aufenthaltsbereich für den Ganztagsbereich zu finden sein.
Bei den Außenanlagen wird es direkt am Birkenweg einen Außenbereich mit einem grünen Klassenzimmer geben. Abgegrenzt mit Natursteinen kann hier bei schönem Wetter der Unterricht nach draußen verlagert werden. Natürlich steht die Fläche den Schülern auch in den Pausen zum Verweilen zur Verfügung. Nördlich des neuen Schulgebäudes wird es außerdem einen Pausenhof mit Spielgeräten und einem DFB-Soccerfeld geben. Und auch an die Lehrer wurde gedacht: Sie erhalten südlich des Schulgebäudes einen kleinen Lehrerpausenbereich.
Erhebliche Probleme bereitet der Stadt die Schulverpflegung im Sek-I-Campus.
Die neue Mensa wird gemeinsam mit den beiden Schulen des Landkreises, nämlich Gymnasium und BBS, betrieben werden, sodass mitten im Schulzentrum alle Schulen auf ein Mittagessen zurückgreifen können. Es war angedacht, Schülerschaft und Kollegium mit einem warmen Essen zu bedienen. Nachdem 600 warme Mahlzeiten täglich ausgeschrieben waren, erhielt die Verwaltung sechs Absagen. „Notgedrungen mussten wir unser Konzept umstellen“, berichtete die Erste Stadträtin.
Es sei vorgesehen, Tiefkühlware zu beziehen, die vor Ort zubereitet wird. Bauliche Veränderungen an der Küche seien nicht erforderlich. Das sehe bei der Ausstattung anders aus. Auch müsse mehr Personal eingestellt werden. „Es bleiben noch viele Fragen zu klären“, führte Dr. Silke Fricke aus. Diese sollten in einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Eltern, Schülern, Lehrern und weiteren Experten geklärt werden.
Nach Fertigstellung des Campus wird die bisherige Realschule abgerissen werden. „Als Stadt freuen wir uns, dass die in die Jahre gekommenen Schulen bald abgerissen werden, und dass vorab Platz geschaffen wurde für einen modernen Neubau, der neuen Lehrmodellen, geänderten Unterrichtsformen und den aktuellen Schülerzahlen gerecht wird“, betonte Dr. Silke Fricke.
Grafik: Stadt Bremervörde


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