Käte Heins

Brummi-Alarm auf dem Dorf Ortsvorsteher sorgen sich um die Sicherheit ihrer Bürger:innen

Appeln/Frelsdorf. Seit Tag 1 der Vollsperrung der Bundesstraße 71 in Kirchwistedt, drängeln sich die Schwertransporter durch die Ortsmitte in Frelsdorf. Pendler:innen nutzen die Schleichwege durch die Gemarkung in Appeln.

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Einwohner:innen meldeten sich vermehrt bei ihren Ortsvorstehern und stellten Fragen. „Das war vorauszusehen“, sagt Ortsvorsteher Herbert Lührs, „durch Navigation werden die Autofahrer von Volkmarst und Kirchwistedt durch Appeln geleitet“. Problematisch in Appeln ist, dass sich vermehrt der Autoverkehr an der Kreuzung an der ,,Alten Schule“ trifft. Hier hält der Schulbus und Eltern bringen ihre Kinder in die Krippe. Im Ortskern gilt Tempo 30 und rechts vor links. Lührs beobachtet jedoch, dass sich ortsfremde Autofahrer oft nicht daran halten. Mit der Aktion „Wir wollen gesehen werden“, bittet er Spaziergänger:innen und Radfahrer:innen darum, nicht nur in der beginnenden dunklen Jahreszeit, Warnwesten und helle Kleidung zu tragen. Wenn möglich die Kreisstraße, als Radfahrer:in und Fußgänger:in zu meiden, da hier in den folgenden Wochen der Schwerlastverkehr zusammen mit den landwirtschaftlichen Fahrzeugen, den Straßenverkehr bestimmen wird. In Frelsdorf ist Ortsvorsteher Gerhard Hillmann nicht glücklich darüber, dass die Schwerlaster die Umleitung durch den Ort nehmen. Das fängt am Sonntag bereits in den späten Abendstunden an. Dann brummen die ersten Lastkraftwagen durch den Ort. Wird die Frelsdorfer Straße befahren, kann es wie in Appeln, zu gefährlichen Situationen für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen kommen. „Ich wünsche mir auf Dauer eine andere Lösung. Es müssen weitere Gespräche mit der Gemeinde geführt werden“, so Hillmann, „unsere Kreisstraßen sind für den Schwerlastverkehr einfach nicht geeignet“, fügt er hinzu. Wenn möglich, soll demnächst auch wieder eine Bürgerversammlung stattfinden. Einige Anwohner:innen haben sich bereits jetzt schon zu Wort gemeldet. Anlieger Manfred Otto wohnt direkt an der Kreuzung in der Ortsmitte an der Frelsdorfer Straße und der Geestensether Straße ( K40). Laut sei es schon immer gewesen. Er verweist auf den maroden Zustand der Ortsdurchfahrt und die lauten Abrollgeräusche, die bedingt durch die nicht mehr zeitgemäße Pflasterung, entstehen. Kritik aus der Bevölkerung weist darauf hin, dass die Ortsdurchfahrt, die dringend saniert werden muss, jetzt richtig kaputt gefahren wird.


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