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Brand in der Biogasanlage

Feuerwehr aus Hollen besichtigt die Biogasanlage der Lieblingsmilch GmbH in Hollen, um im Notfall zu wissen, wie am Besten vorgegangen werden sollte.

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Herwart von der Decken erklärt den Brandschützern die wichtigsten Aspekte für einen Notfall bei der Biogasanlage.

Herwart von der Decken erklärt den Brandschützern die wichtigsten Aspekte für einen Notfall bei der Biogasanlage.

Hollnseth (uml). Die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren ist sehr umfangreich, denn bei jedem Einsatz kommt eine neue, unbekannte Situation auf die und ehrenamtlichen Helfer:innen zu: Autounfall, Feuer in unbekannten Gebäuden oder Regionen, Personenrettung oder Personensuche aber auch Tierrettungen und viele weitere Vorkommnisse umfassen das Portfolio der Brandschützer:innen. Damit die Feuerwehrmitglieder in Hollen sich auf bestimmte Situationen einstellen können, sind ein regelmäßiger Austausch und Besuche von ortsansässigen Betrieben oder Gebäuden mit besonderen Handlungsbedarfen seit Jahren ein fester Bestandteil der regelmäßigen Ausbildung.

Das Abschalten der Wechselrichter zur Unterbrechung der Stromversorgung ist ein wichtiger Punkt, denn bei Sonnenschein würde die PV-Anlage ansonsten weiterhin den Betrieb mit Strom versorgen. Eine Biogas-Anlage ist immer ein neuralgischer Punkt, deswegen erklärten Philipp Deitmer und Herwart von der Decken von der Lieblingsmilch GmbH genau, womit im Falle eines Falles zu rechnen sei. Ein großes Augenmerk wird natürlich auf die Wasserversorgung und die Anfahrtswege gelegt, denn ein Betrieb der außerhalb liegt, hat gerade in der Wasserversorgung besondere Anforderungen.

Tierrettung stellt die Feuerwehrmänner immer wieder vor große Herausforderungen, denn sollte ein Tier in einem älteren Stall eines landwirtschaftlichen Betriebes durch die Bohlen durchbrechen, ist eine Bergung und Rettung nur unter Atemschutz möglich. Bei der Lieblingsmilch GmbH wäre im Brandfall zu beachten, dass ausgebrochene Kühe den Straßenverkehr oder die Löscharbeiten behindern könnten. Ebenso müsste sichergestellt werden, dass kein Vieh mehr im Stall verbleibt.

Herdenmanager Philipp Deitmer ist dankbar für die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und sagte auf Nachfrage: „Wir werden der Feuerwehr einen ausführlichen Lageplan der Biogasanlage zukommen lassen, inklusive Hydranten, Explosionszonen, aufgezeichneten Rohrleitungen für Gärsubstrat und Biogas etc. Das hilft der Feuerwehr sicherlich im akuten Falle einen Plan zur Rettung zu entwerfen und eine Katastrophe abzuwenden ohne selber in Gefahr zu kommen.“

Die freiwilligen Feuerwehren der Region sind ein unschätzbarer Bestandteil des Ehrenamtes, dass leider wie viele Vereine und Institutionen mich Nachwuchssorgen zu kämpfen hat. Interessierte können sich jederzeit bei ihrer freiwilligen Feuerwehr vor Ort melden und erfragen, wie sie deren Arbeit unterstützen können.


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