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Beverstedt bildet Sozialpädagogische Assistentinnen aus

Beverstedt (khe). Miriam Flick und Alica Zapp werden am 1. August 2020 im Beverstedter Kindergarten Frieda Mallet ihre Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin beginnen.

Bilder
Beginnen am 1. August ihre Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin: Alica Zapp und Miriam Flick (vordere Reihe von links).  Foto: khe

Beginnen am 1. August ihre Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin: Alica Zapp und Miriam Flick (vordere Reihe von links). Foto: khe

Nach der Ausbildung sollen die Zusatzkräfte Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertagesstätte entlasten. Da immer mehr Gemeinden Probleme haben, die vorgegeben Stellen mit Fachpersonal zu besetzen, kam dieses Gesetz genau zum richtigen Zeitpunkt.
 
Das Gute-Kita-Gesetz
 
Am 1. Januar 2019 ist das Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung, das sogenannte Gute-Kita-Gesetz, in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz unterstützt der Bund die Länder dabei, dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Qualität in den Kindertagesstätten zu verbessern. Von den über 5 Milliarden Euro fließen rund 526 Millionen Euro in das Land Niedersachsen. Für die Gemeinde Beverstedt werden bis zum 31.Juli 2023 Mittel in Höhe von rund 207.000 Euro zur Verfügung stehen. „Diese Mittel werden gesplittet“, sagt Dieckmann. 50 Prozent des Geldes werden für zusätzliche Erziehungskräfte (Vertretung durch Krankheit oder Urlaub) ausgegeben. „Die anderen 50 Prozent stecken wir in das neue Angebot im Bereich der Zusatzkräfte und Betreuung der Kindertagesstätten.“
 
Duale Ausbildung
 
Mit dem neuen Ausbildungsangebot zur/zum Sozialpädagogischen Assistent*in macht die Gemeinde einen neuen Weg frei. Miriam Flick ist zweifache Mutter und hat im Einzelhandel gearbeitet. Alica Zapp ist Zahnmedizinische Fachangestellte. Beide Bewerberinnen möchten sich noch einmal ganz neu orientieren. Pluspunkte sind die duale Ausbildung und eine angemessene Vergütung sowie die Möglichkeit zur Weiterbildung. In der berufsbezogenen Ausbildung müssen mindestens 600 Zeitstunden in einer Praxiseinrichtung, in diesem Fall im Kindergarten Frieda Mallet, geleistet werden. Während der Ausbildung stehen den Auszubildenden Mentor*innen zur Seite. Die berufsbildenden Schulen und die Praxiseinrichtungen arbeiten eng zusammen. Lehrkräfte tauschen sich regelmäßig mit den Mentoren aus. „Ich bin unglaublich gespannt. Wir freuen uns sehr“, sagt Kitaleitung Susanne Heinlein.
 
Corona -Notbetreuung
 
„Zur Zeit sind die Regularien ausgesetzt. Eltern haben zwar die Möglichkeit, ihre Kinder zu bringen, aber verlässliche Zeiten sind momentan nicht gewährleistest“ , erklärt Andre Holscher. „Was hingegen möglich ist, regelt jede Einrichtung für sich“, fügt er hinzu. Leitungen und Eltern werden zeitnah informiert, wenn sich innerhalb einer Einrichtung etwas ändert. Ob der Regelbetrieb zum 1. August wieder aufgenommen werden kann, und wie die Schließzeiten sein werden, darüber muss sorgfältig entschieden werden. Zur Zeit gleicht das Außengelände der Kita einem Baugelände. Die Gruppen dürfen sich nur in vorgegeben Rahmen auf dem Spielplatz bewegen und spielen. Susanne Heinlein lobt die Lernfähigkeit und Disziplin der Kleinen. Für die neuen Schulanfänger*innen haben sich die Erzieherinnen in diesem Jahr etwas Besonderes einfallen lassen. Unter Berücksichtigung des Hygienekonzeptes, wird der traditionelle Kindergartenrauswurf diesmal anders gestaltet.
 
Zusatzkräfte gesucht
 
Der Kindergarten Frieda Mallet ist eine von neun Kindertagesstätten in der Gemeinde Beverstedt. Beschäftigt sind derzeit 50 pädagogische Mitarbeiter*innen. Im Rahmen des Gute-Kita-Gesetzes und der Qualitätsrichtlinien ist die Gemeinde Beverstedt immer auf der Suche nach Zusatzpersonal. Zur Zeit werden Zusatzkräfte zur Unterstützung des pädagogischen Personals für verschiedene Kindertagesstätten in der Gemeinde gesucht. Information unter Gemeinde Beverstedt, Personalamt (Tel:04747-181-23.


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