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Aufruf an Alleinerziehende

Neue Selbsthilfegruppe soll gegründet werden

An der Diskussion beteiligten sich (v.l.n.r) Andreas von Glahn (Tandem), Sabine Schneider, Petra Fischer (Vorsitzende vom Kinderschutzbund Bremervörde), Veronika Czech, Jennifer Wiese, Marina Kerrutt (Erziehungs- und Familienberatungsstelle Bremervörde) sowie die Mutter Ricarda Gehlken.

An der Diskussion beteiligten sich (v.l.n.r) Andreas von Glahn (Tandem), Sabine Schneider, Petra Fischer (Vorsitzende vom Kinderschutzbund Bremervörde), Veronika Czech, Jennifer Wiese, Marina Kerrutt (Erziehungs- und Familienberatungsstelle Bremervörde) sowie die Mutter Ricarda Gehlken.

Bremervörde (rgp). Kürzlich trafen sich im Nachbarschaftsladen Engeo auf Einladung der dort engagierten Sozialarbeiterin Sabine Schneider verschiedene Akteure, um auf die herausfordernde Situation von Alleinerziehenden aufmerksam zu machen.

Ziel des Treffens war es, einen Aufruf an Alleinerziehende zu starten, um so den Bedarf für neue Hilfsangebote - zum Beispiel in Form einer Selbsthilfegruppe - ermitteln zu können. Es wäre die erste Selbsthilfegruppe für Alleinerziehende im Landkreis Rotenburg.

 

Nöte und Sorgen von Alleinerziehenden

 

Im Austausch mit alleinerziehenden Elternteilen werde immer wieder deutlich, so Sabine Schneider, wie herausfordernd deren Situation sei. Finanzielle Nöte, Betreuungslücken und Überforderung würden die Betroffenen belasten. Besonders schwerwiegend sei die Belastung, wenn die Betroffenen keinerlei eigenes Netzwerk hätten, dass Probleme abfedern könne.

Als betroffene Mutter war Ricarda Gehlken vor Ort dabei. Sie engagiert sich ehrenamtlich im Nachbarschaftsladen und möchte die Gründung einer Selbsthilfegruppe ebenfalls unterstützen und voran treiben.

Denn weil eine Selbsthilfegruppe die Vernetzung und den Austausch unter den Alleinerziehenden fördern würde und gleichzeitig das Gefühl vermitteln könne, nicht allein zu sein, könnte ein solches Angebot ein Gewinn für Alleinerziehende sein, sind sich die Akteure sicher.

Sabine Schneider wisse, dass es aber gerade Alleinerziehenden oft schwer falle, selbst aktiv zu werden. Umso eindringlicher appellieren die Akteure an Betroffene, sich einmal kurz melden, um zu berichten, wo der Schuh am meisten drückt und was sie sich wünschen würden.

 

Hilfestellungen

 

Anlaufstellen für Alleinerziehende sind unter anderem die Vertreter:innen des Nachbarschaftsladens Engeo, des Familienservicebüros, des Kinderschutzbundes, der Erziehungs- und Familienberatungsstelle oder des Tandem-Vereins. Die Zentrale Informationsstelle Selbsthilfe (ZISS)wird bei der Koordinierung einer neuen Selbsthilfegruppe beratend zur Seite stehen, so Veronika Czech.

Sie konnte einige Erfolgsgeschichten zum Thema Selbsthilfe berichten. In Rotenburg laufe z.B. bereits das Projekt „Entsorgte Väter“. Hier tauschen sich Väter aus, denen die Mütter den Zugang zu den gemeinsamen Kindern erschweren. Czech ist Ansprechpartnerin für bestehende Selbsthilfegruppen und gibt Hilfestellung bei der Gründung neuer Gruppen im Landkreis. Diese sollten Zusammenkommen, den gemeinsamen Austausch suchen sowie Verständnis für schwierige, belastende Lebenssituation finden und wichtige Informationen zu bestehenden Angeboten und mehr erhalten.

 

Aufruf an Alleinerziehende

 

Alle alleinerziehenden Elternteile sind nun aufgerufen, sich bei Veronika Czech zu melden und eine Rückmeldung über ihren Bedarf an Hilfe und Unterstützung durchzugeben. Entweder telefonisch unter 04261/8518239 oder per E-Mail an ziss-rotenburg@caritas-stade.com.


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