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„Auerochsen-Fahrendahl“ besichtigt

Landkreis (eb). Auf Einladung des Landvolk Kreisverbandes Bremervörde-Zeven besuchte am Sonntag eine kleine Delegation des Vorstandes vom Förderverein Naturpark Teufelsmoor die Weiden von Stephan Krümpelmann aus Fahrendahl, um sich selbst ein Bild davon zu machen, wie extensive Moorflächen sinnvoll genutzt werden können.

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Stephan Krümpelmann hat vom Landkreis Rotenburg (Wümme) im Gnarrenburger Raum Flächen gepachtet, die unter Naturschutz stehen und mit Bewirtschaftungseinschränkungen belegt sind. Dazu gehören, dass auf diesen Flächen keine Düngung und keine Pflanzenschutzmittel ausgefahren werden dürfen. Zudem beginnt die Beweidung erst ab dem 15. Juni. Durch die auferlegten Einschränkungen hat sich Krümpelmann für die einzige noch verbliebene Möglichkeit entschieden: die Beweidung.
 
Auerochsen übernehmen Landschaftspflege
 
Seitdem übernehmen seine 34 Auerochsen auf den geschützten Flächen die Landschaftspflege, indem sie beispielsweise junge Bäume abfressen und so eine zunehmende Verbuschung der Landschaft verhindern. Mit seiner extensiven Nutzung der Moorflächen trägt der junge Landwirt dazu bei, die Artenvielfalt auf diesen Flächen zu erhalten und zu steigern. Würden diese Flächen nicht bewirtschaftet werden, würde es zu einem unkontrollierten Wachsen der unerwünschten Vegetation führen, was letztlich zu einem Artenverlust führen würde.
Neben den Bewirtschaftungseinschränkungen hat Stephan Krümpelmann mit weiteren Problemen zu kämpfen. So können die Moorstandorte aufgrund der Witterungsverhältnisse in den Wintermonaten nicht genutzt werden. Das bedeutet, dass er seine 34 Auerochsen in diesem Zeitraum auf andere Weiden unterbringen muss, denn die Tiere bleiben das ganze Jahr über auf den Weiden und werden im Idealfall nie einen Stall von innen sehen. Nach einem artgerechten Leben in Weidehaltung sorgt Krümpelmann für einen möglichst stressfreien Weg zum Schlachter. Darüber hinaus musste der junge Landwirt auf seinen Flächen wolfssichere Zäune aufstellen, da er schon mehrmals Verluste durch vermeintliche Wolfsrisse beklagen musste
 
Zutiefst beeindruckend
 
Der Vorstand des Fördervereins Naturpark Teufelsmoor zeigte sich zutiefst beeindruckt von dem Engagement des jungen Landwirtes und weiteren Direktvermarktern aus dem Gnarrenburger Moor, die an dem Gespräch teilnahmen. Der Fördervereinsvorsitzende Arne Börnsen war begeistert, von der Vielfalt an Initiativen zur Direktvermarktung im Gnarrenburger Moor. „Diese Art der Bewirtschaftung ist nur möglich, wenn man auch die entsprechenden Abnehmer für so ein qualitativ hochwertiges Fleisch hat“, betonte Stephan Krümpelmann. Von dem guten Geschmack der Auerochsen konnten sich die Besucher anschließend bei einer kleinen Verköstigung gleich selbst überzeugen.
Wer selbst einmal in den Genuss dieses regionalen hochwertigen Fleisches kommen will, kann sich gerne unter der Telefonnummer 01522/1862605 melden. Weitere Informationen zu den Auerochsen und den Produkten finden Interessierte im Internet unter www.auerochsen-fahrendahl.de.


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