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Auch die SPD ist gegen die Abholzung

Die geplante Abholzung des Baumbestands in der Brunnenstraße trifft parteiübergreifend auf immer mehr Widerstand.

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Christian Oetjen (links) und Lars Lust zeigen die Bäume, die bereits zu drei Seiten neu umfriedet wurden.

Christian Oetjen (links) und Lars Lust zeigen die Bäume, die bereits zu drei Seiten neu umfriedet wurden.

Bremervörde (rgp). Der stellvertretende Ortsbürgermeister von Bremervörde, Christian Oetjen, und Lars Lust, Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, stellen Ideen zur Rettung zumindest einiger Bäume vor.

 

Mindestens drei Bäume erhalten

 

„Die zwei kleinen Bäume direkt an der Alten Straße und ein dritter Baum vor der Änderungsschneiderei beeinträchtigen die Neugestaltung -wenn überhaupt- nur minimal. Sie tragen auch nicht zur oft kritisierten Verschmutzung bei“, so Oetjen. Die Pflanzinseln (von zumindest zwei Bäumen) seien bereits von drei Seiten her vom neuen Pflaster (Alte Straße) so eingefasst, dass diese vom Alter her noch jugendlichen Bäume ohne Probleme erhalten bleiben könnten.

„Jeder Baum, der nicht gefällt wird, spart Kosten für das Fällen, und stellt überdies den Erhalt von mindestens 8.000 Euro kommunalen Vermögens pro Baum dar. Zudem würde das Erhalten dieser Bäume ein Entgegenkommen der Politik gegenüber einem großen Teil der Bevölkerung der Kernstadt darstellen, die für den Erhalt des gesamten Baumbestandes gekämpft habe. Ein derartiges Entgegenkommen würde sicher als Stärke, nicht als Schwäche der hiesigen Politik gewertet werden, ist sich Oetjen sicher.

 

Fehler in Gesamtplanung

 

Auch Lars Lust möchte retten, was noch zu retten ist. Jedoch erhebt auch er nicht den Zeigefinger, sondern er reflektiert u.a. sogar eigene Versäumnisse. „Als der Wettbewerb zur Neugestaltung der Brunnenstraße abgeschlossen war, schien der Siegerentwurf allen Beteiligten in sich stimmig, da einige Baumwurzeln das vorhandene Pflaster beschädigt haben und somit eine Stolpergefahr darstellen. Dass die Bäume insgesamt für das Klima und als Schattenspender in der Brunnenstraße eine große Bedeutung haben, ist nicht zum Thema gemacht worden. Das haben wir leider alle bei Zustimmung zur Gesamtplanung versäumt“, so Lust.

Einige Bäume haben das Pflaster sichtbar uneben gemacht – andere, wie jene, von denen Oetjen sprach, zeigen allerdings keine Unebenheiten. Ganz im Gegenteil. Sie sind bei der Umgestaltung „Alte Straße“ bereits zu drei Vierteln neu umfriedet worden.


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