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Angriff auf Claas Goldenstein

Landkreis (eb). Grünen-Bundestagskandidat wurde Opfer eines politisch motivierten Angriffs im Internet.

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Foto: Lena Stehr

Während seines zweiten Livestreams auf twitch.tv kam es in der vergangenen Woche zu einem verabredeten Versuch, das Format des 27-jährigen Staders, der für die Grünen im Wahlkreis Stade I - Rotenburg II für den Bundestag kandidiert, zu stören.
Eine kleine Personengruppe hatte in einer koordinierten Aktion eine Reihe neuer Accounts auf Twitch erstellt, um die Community mit Hass und rechtsextremem Gedankengut zu stören. Das Moderationsteam war vorbereitet und konnte während des Livestreams direkt eingreifen, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen.
Es seien mehr als zehn mutmaßlich rechtsextreme Accounts gebannt (sie können nicht mehr auf dem Twitch-Kanal schreiben).
 
Parallel zum Livestream kam es zu einem Doxing-Angriff auf das Zuhause des Kandidaten. Als Doxing (auch Stalking im Internet genannt) bezeichnet man das Sammeln und Veröffentlichen persönlicher Daten, um die Zielperson zu diffamieren und mundtot zu machen.
In diesem Fall trafen direkt nach dem Livestream zehn Lieferwagen mit Essensbestellungen vor Claas Goldensteins Haustür ein. Insgesamt entstand ein Schaden von 350 bis 400 Euro.
Dazu Claas Goldenstein: „Diesen Schaden tragen die zehn kleinen Unternehmen aus der Region. Der Angriff galt ihnen genauso wie mir. Ich bin beeindruckt davon, wie verständnisvoll und unterstützend die Lieferanten trotz ihrer Verluste reagiert haben. Auch die starken, positiven Rückmeldungen aus der Community waren ein Lichtblick.“
Einschüchtern lassen will sich der Kandidat nicht. Die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Aktion hätten den Stader aber überrascht. „Ich finde es traurig, dass mein erster offizieller Termin als Bundestagskandidat außerhalb der Grünen Parteistrukturen bei der Polizei stattfindet, um Anzeige zu erstatten.“
Informationen über Claas Goldenstein und seine Aktivitäten gibt es auf www.claas-goldenstein.de.


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