Ralf G. Poppe

Abstrakt trifft realistisch

Bremervörde. Kürzlich wurde im „EIGENART kunstraum“, Bremer Straße 11, die Ausstellung mit Werken von Ulrike Potthast und Wolfgang Unruh eröffnet. Die Werkschau läuft noch bis zum 25. Februar.
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In ihrer Laudatio zum künstlerischen Schaffen von Unruh und Potthast betonte Projektleiterin und Kunsttherapeutin Anja Schlesselmann, dass man gegensätzlicher als diese beiden Künstler:innen aus Gnarrenburg kaum malen könne.
Gerade derartig „eigenartige“ Zusammenstellungen erscheinen für Betrachtende besonders interessant, weil zusammengeführt und verknüpft wird, was verbindet – hier die Liebe zur Malerei. „Im Internet sind genug Bilder“, lacht Unruh. Davon suche er sich stets eins aus, um es malerisch nachzuempfinden und zu interpretieren.
Ulrike Potthast dagegen lässt sich gern durch YouTube-Videos von John Beckley inspirieren. Sie malt gerne abstrakt, überwiegend in Acryl, manchmal als Aquarell. „Ich liebe die Farben, und bin froh, dass ich sie alle sehen kann“, sagt sie. Das indische Gelb sei ihre Lieblingsfarbe. Betrachtende werden ihr zustimmen, denn die Vorliebe für einen gewissen Farbton spiegeln auch die Arbeiten oft wider.
 
Farbexplosiv oder beruhigend
 
Während Potthast farbexplosiv ihrer Leidenschaft für Farben nachgeht, verfeinert Unruh stetig die individuelle Technik seiner realistischen Landschaftsmalereien in Öl. Beruhigende Motive mit Bäumen, Rehen und Landschaften leiten scheinbar die Renaissance eines Stils ein, der in den 1970er Jahren bereits sehr beliebt war.
Potthasts Werke dagegen springen förmlich in den Raum und tragen Titel wie „Feuerwehr“ und „Master of Colours“. Sowohl Potthast als auch Unruh zeigten sich bei der Vernissage sehr erfreut darüber, ihre Arbeiten mit der Ausstellung einem größeren Publikum präsentieren zu können.
Wer möchte, darf sich die Ausstellung unter Einhaltung der aktuellen 2G-Regeln noch bis zum 25. Februar im „EIGENART kunstraum“ kostenlos ansehen. Eine Anmeldung unter der Telefonnummer 04761/72177 wird empfohlen.


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