Tradition wieder aufgreifen

red 18

Nach mehr als zehn Jahren ohne Lilienfest entsteht ein neues Festivalformat bei freiem Eintritt: Der Amtsgarten wird Mitte Juni zum Treffpunkt für Vereine, Familien, Musikfans und alle, die sich im Ort engagieren.

Stuart Pengelley, Meike Artmann, Regine Moll, Gabriel Goritzka, Lara Miesner, Sonja Widdel und Heike Wilhelm

Stuart Pengelley, Meike Artmann, Regine Moll, Gabriel Goritzka, Lara Miesner, Sonja Widdel und Heike Wilhelm

Bild: Meike Artmann

Lilienthal. Die Idee klingt nach Sommer, Musik und Gemeinschaft: Vom 12. bis 14. Juni soll der Lilienthaler Amtsgarten zum „Ehren-Amts-Garten“ werden. Die Freiwilligenagentur Lilienthal, die Bürgerstiftung und die Kommunale Jugendarbeit veranstalten dort erstmals das Lilien Festival. Geplant sind drei Tage mit Musik, Essen, Mitmachaktionen und einer Ehrenamtsmeile, auf der sich Vereine und Initiativen aus der Gemeinde vorstellen.

Das Festival knüpft nach Angaben der Veranstalter an die Tradition des früheren Lilienfestes an. Dieses hatte mehrmals in der Gemeinde stattgefunden, wurde aber seit mehr als zehn Jahren nicht mehr ausgerichtet. „Damit wird die Tradition des Lilienfestes aufgegriffen, das mehrmals in der Gemeinde stattfand und nun seit über zehn Jahren nicht mehr durchgeführt wurde. Zudem finden aufgrund der hohen Kosten und der strengen Auflagen immer weniger Veranstaltungen statt, das wollten wir so nicht hinnehmen und selbst aktiv werden“, sagt Gabriel Goritzka.

Bühne für Sportler, Bands und junge Talente

Eröffnet wird das Festival am Freitag, 12. Juni, durch Bürgermeister Kim Fürwentsches. Danach findet die Sportlerehrung der Gemeinde statt. Außerdem sind Tanzworkshops zum Mitmachen geplant. Am Abend gehört die Bühne der „Open Stage“ der Kommunalen Jugendarbeit. Dort treten mehrere junge Bands und Einzelkünstler auf.

Am Samstag, 13. Juni, soll ein breites Mitmachprogramm Besucher aller Generationen ansprechen. Auf der Bühne stehen unter anderem Helmermensch, die Schulband Blackout, James Johnsten, Swinging Four und Master Marshalls Pit. Außerdem sind ein Breakdance-Battle, Workshops und Vorführungen vorgesehen.

Der Sonntag, 14. Juni, richtet sich vor allem an Familien. Dann stehen Spielangebote für Kinder sowie Tanz- und Musikvorführungen im Mittelpunkt, darunter ein Auftritt der Gebrüder Jehn. Zudem wird das 20-jährige Bestehen der Kinderakademie der Bürgerstiftung gefeiert. Wissensshows auf der Bühne und ein Spielefest mit Hüpfburg, Kinderschminken und weiteren Aktionen sollen den Amtsgarten in eine große Spielwiese verwandeln.

Auch kulinarisch soll das Festival breit aufgestellt sein. Angeboten werden unter anderem Cocktails, Eiskaffee, Waffeln, Pizza und Falafel.

Ehrenamt sichtbar machen

Ein zentrales Anliegen der Veranstalter ist die Würdigung des freiwilligen Engagements in Lilienthal. Deshalb soll es an allen drei Tagen eine Ehrenamtsmeile geben. Dort können Vereine und Initiativen ihre Arbeit vorstellen und mit Besuchern ins Gespräch kommen.

„Als Veranstalterin ist uns wichtig, dass das lokale ehrenamtliche Engagement gesehen und wertgeschätzt wird. Daher gibt es an allen Tagen eine Ehrenamts-Meile, bei der Vereine und Initiativen ihre Arbeit vorstellen und zum Austausch einladen. Zudem gibt es einige Aktionen zur Anerkennung von geleistetem Engagement“, sagt Regine Moll, Geschäftsführerin der Freiwilligenagentur Lilienthal. Mit dem Festival werde eine weitere Maßnahme aus der Lilienthaler Engagementstrategie umgesetzt. Die Rückmeldungen seien bereits sehr positiv.

Für die Umsetzung werden allerdings noch Helfer gesucht, etwa für Auf- und Abbau, Transport oder Einkauf. Interessierte können sich per E-Mail an festival@freiwilligenagentur-lilienthal.de melden.

Kosten bei 20.000 Euro

Das Organisationsteam beschäftigt sich nach eigenen Angaben seit mehr als einem Jahr mit dem Festival. Regelmäßig gehe es dabei um Sicherheitsauflagen, Programmplanung und Finanzierung. Gerade die Kosten seien eine Herausforderung. Insgesamt werden sie auf mehr als 20.000 Euro beziffert. Rund 15.000 Euro sind bereits gedeckt. Dafür wurden Förderanträge gestellt, Sponsoren gewonnen und eine Crowdfunding-Aktion gestartet.

„Wir hoffen, dass sich noch Sponsoren und Menschen finden, die sich am Crowdfunding beteiligen und einen Beitrag dazu leisten, dass vielfältige Veranstaltungen in unserer Gemeinde umsetzbar sind“, sagt Stuart Pengelley. Der Eintritt zum Festival soll frei bleiben. „Damit ein Festival-Besuch für alle möglich ist, kostet es keinen Eintritt, aber jeder, der etwas dazu geben kann, sollte einen solidarischen Beitrag leisten“, sagt Pengelley.