Stabilität in Veränderungen

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Trotz wachsender Aufgaben und Unsicherheiten auf dem Energiemarkt können die Stadtwerke eine positive Bilanz 2025 ziehen.

Aufsichtsratsvorsitzender Tim Jesgarzewski, Geschäftsführer Christian Meyer-Hammerström und der kaufmännische Leiter Florian Dietrich.

Aufsichtsratsvorsitzender Tim Jesgarzewski, Geschäftsführer Christian Meyer-Hammerström und der kaufmännische Leiter Florian Dietrich.

Bild: Akl

Osterholz-Scharmbeck. Die Osterholzer Stadtwerke, zu denen die vier Gesellschafter Wirtschaftsbetriebe Lilienthal GmbH und Gemeinde Ritterhude GmbH, swb Vertrieb Bremen GmbH sowie die Bäderbetriebe GmbH Osterholz-Scharmbeck gehören, blicken in ihrer Jahresbilanz auf ein solides Geschäftsjahr 2025 zurück. In einem weiterhin dynamischen Umfeld der Energiewirtschaft habe der regionale Versorger seine stabile Entwicklung fortsetzen und wichtige Maßnahmen für eine sichere, zukunftsfähige und nachhaltige Energieversorgung der Region umsetzen können. Mit kontinuierlichen Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung und Energiewende hätten die Stadtwerke auch im vergangenen Jahr Verantwortung für die Region übernommen. Dies berichteten auf einem Pressegespräch der Geschäftsführer Christian Meyer-Hammerström, der kaufmännische Leiter Florian Dietrich sowie der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Prof. Dr. Tim Jesgarzewski.

Energiewende voranbringen

Hammerström erklärte, die Energiebranche bleibe weiterhin von einem hohen Veränderungstempo geprägt. Der Ausbau erneuerbarer Energien, steigende Anforderungen an die Netzinfrastruktur, die Entwicklung zukunftsfähiger Wärmekonzepte sowie neue regulatorische Vorgaben stellten Energieversorger auch weiterhin vor immer neue Aufgaben. Gleichzeitig wachse die Bedeutung regionaler Lösungen, um die Energiewende vor Ort erfolgreich zu gestalten. Auch die kommunale Wärmeplanung spiele dabei eine wichtige Rolle. Die Stadtwerke haben im vergangenen Jahr ihre regionale Expertise eingebracht und die kommunale Wärmeplanung für die Gemeinden Lilienthal, Ritterhude und die Stadt Osterholz-Scharmbeck erarbeitet. Damit sei eine wichtige Grundlage geschaffen worden, um gemeinsam mit den beteiligten Akteuren Perspektiven für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung in der Region zu entwickeln. Als ein Beispiel für die Umsetzung nannte Hammerström das Neubaugebiet „Windhornsfeld“ in Hambergen, das mit einer innovativen „kalten Nahwärmeversorgung“ ausgestattet wird. „Wir haben nicht nur irgendwas auf Papiere geschrieben, sondern entwickeln gemeinsam mit EWE-Netz konkrete Projekte,“ so der Geschäftsführer.

Positiver Rückblick

So haben sich die Osterholzer Stadtwerke in einem weiterhin wettbewerbsintensiven Marktumfeld erfolgreich behauptet. Mit einem Marktanteil von über 75 Prozent in den Wettbewerbssparten Strom und Gas bleiben die Stadtwerke der führende Energieversorger der Region. Dabei sanken – witterungsbedingt – die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Millionen Euro. Gleichzeitig bestätige die hohe Kundentreue das Vertrauen in die regionale Nähe, Verlässlichkeit und Servicequalität des regionalen Energieversorgers. Ebenso seien wichtige Investitionen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens umgesetzt worden. „Wir haben auch 2025 wieder gezielt in unsere Infrastruktur investiert“, sagt Meyer-Hammerström. „Dazu gehören neben klassischen Maßnahmen zur Sicherung unserer Netze auch Themen wie Digitalisierung, moderne Prozesse und die Vorbereitung auf die Anforderungen der kommenden Jahre. Die Energiewende findet nicht irgendwann statt – sie wird heute vor Ort umgesetzt.“ Mit einem Investitionsvolumen von rund 11,2 Millionen Euro setzten die Stadtwerke wichtige Impulse für Versorgungssicherheit und Zukunftsfähigkeit. Auch die Gesellschafter profitieren weiterhin von der positiven Entwicklung des Unternehmens: Neben Konzessionsabgaben und Steuern konnte identisch zum Vorjahr eine Ausschüttung von rund 4,4 Millionen Euro erwirtschaftet werden. „Unser Ziel bleibt, wirtschaftlich solide zu arbeiten und gleichzeitig die Zukunft unserer Region mitzugestalten“, so Meyer-Hammerström. „Das vergangene Jahr hat erneut gezeigt: Stabilität entsteht nicht durch Stillstand, sondern dadurch, dass man Veränderungen frühzeitig erkennt und gemeinsam anpackt.“