Hotel mit hohem Standard

Patrick Viol 15

Die compassio Gruppe B.V. & Co. KG betreibt die neue Seniorenresidenz im neuen Wohnviertel im Bergkamp, hinter dem Netto-Markt am Hohenberg.

Ramp-up-Managerin Annika Elsner-Nehm und Marketingleiterin Christine Breyer auf dem Balkon vom Bewohnerrestaurant. Hier draußen soll ein insektenfreundliches Außengelände entstehen

Ramp-up-Managerin Annika Elsner-Nehm und Marketingleiterin Christine Breyer auf dem Balkon vom Bewohnerrestaurant. Hier draußen soll ein insektenfreundliches Außengelände entstehen

Bild: Ek

Osterholz-Scharmbeck. Die Übergabeprotokolle des Hamburger Investors und Projektentwicklers Cureus GmbH waren noch handwarm, als der Langzeitpächter und Betreiber der Seniorenresidenz, compassio, seine Arbeit aufnahm. „Die ersten zwei Bewohner sind am Montag eingezogen. Wir werden nächste Woche jeden Tag zwei Personen aufnehmen“, sagte Annika Elsner-Nehm, die die Anlaufphase in den ersten Wochen managen wird.

Nach fast zwei Jahren Bauzeit sind die beiden Gebäudekomplexe der Seniorenresidenz nun fertig gestellt und bezugsfertig und bieten dringend benötigten Platz für 143 Menschen, die auf Dauer oder nur kurzzeitig der Pflege bedürfen. „Wir haben nur Einzelzimmer“, sagte die Marketingleiterin der compassio-Gruppe Christine Breyer, die für diesen Übergabetermin aus Ulm, dem compassio-Heimatstandort, angereist war. Die Pflegeplätze befinden sich in einem der beiden Häuser, im anderen Haus sind 28 barrierefreie Wohnungen fürs betreute Wohnen bezugsfertig und Platz für 18 Personen in Tagespflege eingerichtet. „Diese beiden Bereiche sind pflegerisch streng voneinander getrennt“, erklärte Elsner-Nehm und stellte die Pflegedienstleitung für die stationäre Pflege Yvonne Tiede und die Pflegedienstleitung für die Tagespflege und das betreute Wohnen mit Johanna-Lisa Henningsen vor.

Wie ein Hotel und finanziell sicher aufgebaut

Mit der wachsenden Zahl der Bewohner wird sukzessive auch die Zahl der Mitarbeitenden steigen. Im Vorfeld seien die Führungskräfte wie Einrichtungsleiter Klaus Rademacher „ge-onboardet“ worden. „Bis in den Herbst hinein nehmen wir die Bewohner auf und stellen so nach und nach 120 bis 140 Kräfte in allen Bereichen wie Pflege oder Haustechnik oder Küche ein. „Ab Tag eins garantieren wir Top-Pflegequalität.“

Wie ein Hotel werde die Einrichtung arbeiten und böte als großer Arbeitgeber in der Region nicht nur eine an den Tarif angelehnte Bezahlung, sondern einen Arbeitsplatz auf dem allerneuesten Stand. „So ist zum Beispiel ein Hebelifter in den Zimmern Standard“, sagte Breyer. Niemand müsse sich als Pflegender den Rücken überbelasten bei der Arbeit an mobilitätseingeschränkten Bewohnern. Auf HighTec sei man stolz, da sei es von Vorteil, insgesamt knapp hundert Einrichtungen zu betreiben. So könne man eben im Cluster einrichten und ausstatten. „Finanziell und strukturell ist compassio sehr sicher aufgebaut.“

In Osterholz-Scharmbeck freue man sich auf den Aufbau und Pflege der Kontakte zu Ärzten und Kliniken im Umland, um Bewohnern, ob lang- oder kurzzeitig, eine optimale Pflege gewährleisten zu können. „Wir nehmen an sieben Tagen in der Woche auf“, versprach Annika Elsner-Nehm. Um den regionalen Kontext noch besser als nur durch den hier verbauten und für OHZ üblichen roten Klinker zu unterstreichen, wurden die Wohnbereiche in der stationären Pflege nach prägnanten Orten der Stadt wie Ludwigslust, Hünenstein, Gut Sandbeck und Wasserturm benannt.

Auch für Menschen ohne Pflegebedarf zeigt sich die compassio Seniorenresidenz offen: „Wir freuen uns auf viel Interaktion mit den Osterholz-Scharmbeckern, den Künstlern und Vereinen der Stadt und laden sie ein, unser Bewohner-Restaurant kostenlos mitzunutzen für Jahreshauptversammlungen, Vernissagen oder einfach Treffen.“ Das tierfreundliche Haus ist ab Herbst dieses Jahres übrigens auch Ausbildungsbetrieb.