Hochklassiges Tennis
Lilienthal. Hochklassiger Tennissport, aufstrebende Talente und eine Atmosphäre, die selbst erfahrene Spieler mit einem Profiturnier vergleichen: Vom 10. bis 13. September richtet der Tennis Club Lilienthal zum 13. Mal die Lilienthaler Volksbank Open aus. Das mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Ranglistenturnier gehört zur dritthöchsten deutschen Turnierkategorie.
Seit der Premiere im Jahr 2012 haben sich die Volksbank Open zu einer festen Größe im deutschen Turnierkalender entwickelt. Jahr für Jahr kommen leistungsstarke Spielerinnen und Spieler aus ganz Deutschland nach Lilienthal, um Preisgeld und wichtige Ranglistenpunkte zu kämpfen. Dass der sportliche Anspruch dabei mit einer ungewöhnlich familiären Turnieratmosphäre zusammenkommt, gilt längst als Markenzeichen der Veranstaltung.
Wie besonders die LVO aus Sicht der Aktiven sind, beschreibt Vorjahressiegerin Ida Wobker. Die inzwischen in der Weltrangliste geführte Nachwuchsspielerin stand 2024 bereits im Finale und holte sich ein Jahr später den Titel. In Erinnerung geblieben seien ihr vor allem die „tolle und professionelle Organisation“ und die besondere Atmosphäre. Noch deutlicher fällt ihr Vergleich mit größeren Veranstaltungen aus: „Die Präsentation der Anlage im Rahmen des Turniers ist absolut mit einem guten Turnier der Profitour vergleichbar.“ Ob Wobker ihren Titel in diesem Jahr verteidigen kann, ist allerdings noch offen. Die endgültigen Teilnehmerfelder stehen erst nach Meldeschluss am Montag, 7. September, fest.
Vorstand übernimmt die Organisation
Die 13. Auflage markiert zugleich einen organisatorischen Neuanfang. Nachdem Dr. Ute Goertz und Eva John die LVO über viele Jahre geprägt und anschließend Katharina Hube-Tewes und Ann-Christin Tietjen die Verantwortung übernommen hatten, liegt die Organisation nun vollständig beim Vorstand des TC Lilienthal. Unterstützt wird dieser von CrossCourt und Justus Benedikt Weiler, der vielen Turnierbesuchern bereits als Stuhlschiedsrichter bekannt ist.
TCL-Vorsitzender Jörn Schilling kümmert sich insbesondere um Sponsoring und Werbepartner, Alexa Jander koordiniert Rahmenprogramm, Helfer und Dienstleister, während Pressewartin Eleni Ellberg unter anderem für Kommunikation und Turniermagazin verantwortlich ist. Ziel sei es, Bewährtes fortzuführen und zugleich mit „frischen Ideen“ weitere, vor allem jüngere Zuschauer für das Turnier zu gewinnen. Auch Bürgermeister Kim Fürwentsches, der die Schirmherrschaft übernommen hat, sieht in den Volksbank Open inzwischen ein „sportliches Aushängeschild“ der Gemeinde. Ihre Bedeutung gehe über die Matches hinaus. „Hier kommen Menschen zusammen – auf und neben dem Platz“, betont Fürwentsches. Neben dem hochklassigen Sport hebt er vor allem das ehrenamtliche Engagement und den gesellschaftlichen Charakter der Veranstaltung hervor.
Die Entscheidungen fallen am Sonntag
Los geht es am Donnerstag, 10. September, ab 12 Uhr mit der Qualifikation. Am Freitag beginnen ebenfalls um 12 Uhr die Begegnungen der ersten Hauptrunde. Bei Damen und Herren umfasst das Hauptfeld jeweils 32 Spielerinnen beziehungsweise Spieler. 20 Plätze werden direkt vergeben, acht über die Qualifikation und vier über Wildcards.
Am Samstag wird es ab 10 Uhr mit den Achtel- und Viertelfinals zunehmend ernst. Die entscheidenden Matches folgen am Sonntag: Die Damen-Halbfinals beginnen um 10 Uhr, die Herren folgen gegen 11.30 Uhr. Das Damenfinale ist für etwa 13 Uhr vorgesehen, das Endspiel der Herren für etwa 15 Uhr. Ab dem Halbfinale werden die Begegnungen traditionell von Stuhlschiedsrichtern geleitet.
Sommernachtsparty für alle
Auch abseits der Courts soll einiges geboten werden. Höhepunkt des Rahmenprogramms ist am Samstagabend die öffentliche Sommernachtsparty. Von 18 bis 20 Uhr gibt es ein All-you-can-eat-Grillbuffet für 20 Euro pro Person. Anschließend übernimmt DJ Carlo Vista die Musik. Der Eintritt zur Party ist frei.
So sollen die Volksbank Open auch in ihrer 13. Auflage das bleiben, wofür sie inzwischen stehen: ein hochklassiges Tennisturnier, das Leistungssport und Vereinsleben miteinander verbindet. Oder, wie es ein Besucher über die gepflegte Anlage des TCL einmal auf den Punkt gebracht haben soll: „Hier ist es wie im Urlaub.“



