Ein offenes Ohr für andere

eb Neu
Mit einer neuen Ausbildung sucht der Kirchenkreis Osterholz-Scharmbeck Ehrenamtliche, die Menschen in Krisen, im Krankenhaus oder im Pflegeheim zuhören und begleiten möchten.

 

Die Notfallseelsorger helfen in Krisensituationen und unterstützen die Menschen bei ihren Sorgen.

Die Notfallseelsorger helfen in Krisensituationen und unterstützen die Menschen bei ihren Sorgen.

Bild: Die scharfe Linse

Landkreis Osterholz. Der Kirchenkreis Osterholz-Scharmbeck möchte sein Notfallseelsorgeteam und andere Arbeitsfelder seelsorgerischen Handelns – zum Beispiel in der Altenseelsorge oder der Krankenhausseelsorge – mit Ehrenamtlichen verstärken. Die Seelsorgeausbildung für Ehrenamtliche in der Ev.-luth. Landeskirche Hannover feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. In den vergangenen Jahren wurden in der Landeskirche über 150 Personen ausgebildet, die in den verschiedensten Seelsorgefeldern tätig geworden sind – im Kirchenkreis Osterholz-Scharmbeck beispielsweise in der Klinik Lilienthal, im Pflegeheim oder in der Notfallseelsorge. Unter dem Motto „Ich bin jetzt für Sie da“ – Basiskurs Seelsorge für ehrenamtlich Tätige – startet im Jahr 2027 der nächste Kurs.

Damit Interessierte sich vorab ein Bild von dem Kurs und der Tätigkeit machen können, lädt der Kirchenkreis zu zwei Informationsabenden ein: am Freitag, 20. November, von 18 bis 20 Uhr im Anbau der Klosterkirche in Lilienthal, Kirchenstraße 14, und am Freitag, 11. Dezember, von 18 bis 20 Uhr im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Schwanewede, Ostlandstraße 36.

Was an Voraussetzungen, Aufgaben und Fortbildungsmöglichkeiten dazugehört, wird bei diesen Infoabenden vorgestellt. Auch wie unterschiedlich Menschen in der Öffentlichkeit diese Aufgaben wahrnehmen, so liegt zum Beispiel der Schwerpunkt der Arbeit der Notfallseelsorge mit etwa 80 Prozent im innerhäuslichen Bereich und meistens weniger als 20 Prozent im außerhäuslichen Bereich. Die öffentliche Wahrnehmung ist dagegen eine andere, da die Einsätze im außerhäuslichen Bereich häufiger ein mediales Echo finden. Auch in anderen Bereichen ist die Realität oft leiser als man denkt. Es sind die „Gespräche zwischen Tür und Angel“, die oft mit einem einfachen „Haben Sie kurz zeit?“ beginnen. Die Krankenhausseelsorge wiederum lässt sich gut mit drei Säulen beschreiben: zuhören, begleiten und aushalten.

Interessierte, die evangelisches Kirchenmitglied sind oder einer Kirche der Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirche angehören, können sich bei Pastor Hans Jürgen Bollmann unter 0162/1015598 melden. Weitere Informationen gibt es auch unter zentrum-seelsorge.de.