dm kommt nach Osterholz
Osterholz-Scharmbeck. Die Drogeriekette dm wird eine Filiale im Einkaufspark Buschhausen eröffnen. Am 9. Oktober hat der Landkreis Osterholz die erforderliche Baugenehmigung erteilt. Damit steht der Ansiedlung am Hördorfer Weg 44 nach rund sechs Jahren Planung nichts mehr im Weg. Der neue Markt soll eine Verkaufsfläche von rund 650 Quadratmetern erhalten.
Nach Angaben der Famila-Handelskette GmbH, die als Vermieter des Marktes auftritt, sollen die Umbauarbeiten Ende des Jahres beginnen. Mit der Eröffnung wird derzeit im zweiten Quartal 2027 gerechnet. Auch dm bestätigt die Pläne. Gebietsverantwortliche Beate Godos stellt eine Eröffnung in der ersten Jahreshälfte in Aussicht.
Für das Unternehmen ist Osterholz-Scharmbeck vor allem aus strategischen Gründen interessant. Die nächste Filiale liegt einige Kilometer entfernt. Mit dem neuen Standort will die Drogeriemarktkette eine Lücke in ihrem Filialnetz schließen.
Lange Diskussion
Bereits seit 202 wird über einen zweiten Drogeriemarkt in Osterholz-Scharmbeck diskutiert. Im Mittelpunkt stand dabei dir Frage, welche wirtschaftlichen Folgen die Ansiedlung für den bestehenden Einzelhandel haben könnte. Insbesondere die Auswirkungen auf die Innenstadt waren Gegenstand mehrerer Untersuchungen.
Ein Gutachten des Büros Stadt und Handel kam 2021 zu dem Ergebnis, dass keine erheblichen negativen Auswirkungen auf den innerstädtischen Einzelhandel zu erwarten seien. Die E & P Evers Stadtplanungsgesellschaft bestätigte diese Einschätzung später. Das Vorhaben stehe zudem im Einklang mit dem städtischen Einzelhandelskonzept.
Widerstand kam auch vom Drogeriemarktbetreiber Rossmann, der seit 2013 eine Filiale in der Osterholzer Innenstadt betreibt. Das Unternehmen befürchtet erhebliche Umsatzeinbußen durch den neuen Wettbewerber. Zudem ließe das Unternehmen das Genehmigungsverfahren juristisch prüfen. Die dabei erhobenen Einwände gegen die Planung wurden von den zuständigen Stadtplanern zurückgewiesen.
Stadtrat gab grünes Licht
Eine weitere Verzögerung ergab sich Ende 2025 durch Änderungen am vorgesehenen Sortiment. Demnach sollen künftig 70 Prozent des Angebots auf Drogeriewaren entfallen. Lebensmittel sowie weitere innenstadtrelevante Waren sollen jeweils 15 Prozent ausmachen.
Im April stimmte der Stadtrat der geänderten Planung schließlich mehrheitlich zu. Mit der nun vorliegenden Baugenehmigung ist auch die letzte wesentliche Hürde genommen.

