Aus Ideen wird Klimaschutz

eb Neu

Aus 36 Gesprächen mit 280 Teilnehmenden sind in Lilienthal zahlreiche Klimaschutzprojekte entstanden, die zeigen, wie Bürger:innen ihre Gemeinde mit eigenen Ideen nachhaltiger gestalten können.

Vertreter:innen der Gemeinde Lilienthal und der Körber Stiftung unterhalten sich über das Projekt.

Vertreter:innen der Gemeinde Lilienthal und der Körber Stiftung unterhalten sich über das Projekt.

Bild: Eb

Lilienthal. Wie lässt sich Klimaschutz vor Ort gemeinsam gestalten? Darauf haben die Beteiligten der Initiative „Lilienthal besser machen“ in den vergangenen zwölf Monaten vielfältige Antworten gefunden. Seit dem Auftakt im Oktober 2025 haben Bürger:innen gemeinsam mit der Verwaltung und der Bürgerstiftung Lilienthal Ideen entwickelt, Projekte angestoßen und erste Vorhaben umgesetzt. Die Ergebnispräsentation im Rathaus bot Gelegenheit, auf das Erreichte zurückzuschauen, Erfahrungen zu teilen und einen Blick auf die nächsten Schritte zu werfen.

 

Vom Tischgespräch zum Projekt

Wie viel in einem Jahr entstehen kann, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Insgesamt fanden 36 Tischgespräche mit 280 Teilnehmenden statt. Aus den Gesprächen sind zahlreiche Projekte hervorgegangen, von denen einige bereits im Alltag angekommen sind. Dazu gehört die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt, die in der Fahrradsaison an jedem ersten Samstag im Monat Unterstützung bei Reparaturen bietet. Allein 2026 wurden dort bereits 48 Reparaturen durchgeführt. Auch die Tauschbörse für heimische Pflanzen und Ernteerzeugnisse hat sich mit zwei Terminen im laufenden Jahr etabliert. Sie bringt Menschen zusammen, fördert heimische Pflanzenarten und bietet Raum für Austausch.

Ein weiteres Beispiel ist die gemeinsame Obsternte auf dem Gelände der Diakonie. Beim offenen Erntetag wurde gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern Obst geerntet und Ideen für dessen Weiterverarbeitung entwickelt.

Engagierte beschäftigten sich außerdem mit dem Sammeln von Zigarettenstummeln und der Nutzung von Kippensammelbehältern, einem klimafreundlichen Jugendtreff sowie einem regelmäßigen Stammtisch zur Energiewende. Gemeinsam mit Grundschulkindern wurden zudem Ideen für ein klimafreundlicheres Silvester gesammelt. Einige der Vorhaben befinden sich noch in der Planung oder werden in den kommenden Monaten weiterverfolgt.

 

Danke für das Engagement

Die Veranstaltung war vor allem eine Gelegenheit, den Menschen „Danke“ zu sagen, die ihre Zeit, ihre Ideen und ihre Energie eingebracht haben. „Die Projekte leben davon, dass Menschen sich kümmern, andere begeistern und gemeinsam etwas auf den Weg bringen“, so Klimaschutzmanagerin Dr. Neele Meyer. „Dieses Engagement ist so ein wichtiger Beitrag für ein lebenswertes und klimafreundliches Lilienthal und nicht selbstverständlich.“

Mit der Ergebnispräsentation endet die Hauptprojektphase und damit auch die enge Zusammenarbeit mit der Körber-Stiftung. Die Arbeit vor Ort geht jedoch weiter. Die Internetseite der Initiative bleibt bestehen und auch weitere Tischgespräch sind bereits geplant.

Alle Informationen und Termine sind unter deutschlandbessermachen.de/lilienthal zu finden.