Zehn Jahre Naturschutz vor Ort
Rotenburg. Die Ökologische NABU-Station Oste-Region (ÖNSOR) hat ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Mehr als 70 Kooperations- und Projektpartner, Förderer sowie langjährige Weggefährten kamen dazu Anfang Juli nach Rotenburg. Auch Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer machte auf seiner Tour durch Niedersachsen Station in Rotenburg und würdigte die Bedeutung der Ökologischen Station für die Betreuung von Schutzgebieten.
Sarina Pils, Leiterin der ÖNSOR, dankte den Gästen für die langjährige Zusammenarbeit sowie für finanzielle und ehrenamtliche Unterstützung. „Naturschutz geht nur miteinander. Wir können viel für den Natur- und Artenschutz erreichen, wenn alle an einem Strang ziehen“, sagte sie. Auch Prof. Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen, erinnerte an die Einrichtung der ersten zwölf Ökologischen Stationen im Jahr 2016, zu denne auch die ÖNSOR gehörte. Er hob besonders die Zusammenarbeit mit den Landkreisen Rotenburg und Stade sowie den Forstämtern Harsefeld und Rotenburg hervor.
Umweltminister Meyer bezeichnete die Ökologischen Stationen als wichtigen Baustein des Niedersächsischen Weges. Durch die Betreuung der Natura-2000-gebiete vor Ort könnten wertvolle Lebensräume geschützte und Naturschutzziele umgesetzt werden. Die ÖNSOR leiste insbesondere bei Moorrenaturierung, Grünlandpflege und Gewässerentwicklung einen wichtigen beitrag. Zudem hob Meyer die Arbeit im Amphibien- und Fledermausschutz hervor.
Weitere Grußworte sprachen Christoph Kundler für den Landkreis Rotenburg, Georg Bosselmann für die Niedersächsischen Landesforsten sowie Rotenburgs stellvertretende Bürgermeisterin Marje Gräfe. Anschließend konnten die Gäste die Stationsräume und zwei Ausstellungen besichtigen.
Landschaftspflege anschaulich gemacht
Bei ihrer Arbeit setzt die ÖNSOR auf Zusammenarbeit mit vielen Akteuren. Mehrere Projektpartner stellten sich deshalb mit Informationsständen vor. Dabei ging es unter anderem um extensive Beweidung, den Erhalt alter Nutztierrassen und die Pflege von Streuobstwiesen, Heideflächen und artenreichem Grünland.
Der Biobetrieb Hehmsoth brachte Schafe und Ziegen mit, die auf der Streuobstwiese grasten und zeigten, wie Landschaftspflege durch Hütebeweidung funktionieren kann. Weitere Partner informierten über Angler-Rinder, Heckrinder und Möglichkeiten, Streuobstwiesen durch Nutzung und Vermarktung zu erhalten.
