Wenn Kunst verstummt
Beverstedt. Die „Blaue Leiter“, ein Treffpunkt für Natur und Kunst, wird es bald nicht mehr geben. Dr. H. Joachim Andres gründete die Galerie beziehungsweise das Museum vor zehn Jahren als Ort der Begegnung für Kunst- und Naturfreunde.
Seine Intention war es, Menschen dazu zu ermutigen, symbolisch die Leiter zu erklimmen, über den Tellerrand des Alltäglichen hinauszuschauen und sich auf die Suche nach Schönheit, Freude und neuen Erfahrungen zu begeben – als Gegenpol zu Schrecken und Angst.
Die Galerie zeigt noch immer eine Vielzahl von Exponaten verschiedener Künstler, darunter Wolf Dietmar Stock, Carsten Eggers, Fritz H. Marutzky, Willy Vogel, Tobias Nicklitsch, Giesela Riedel sowie Fritz Dehn. Besonders hervorzuheben sind auch Werke seines Vaters Hans Georg Andres, darunter Emaille- und Temperabilder sowie Skulpturen. Diese waren zuletzt im Rahmen der Ausstellungsreihe „Kunst an der Oste“ zu sehen.
Dr. H. Joachim Andres verstarb vor vier Jahren. Seine Lebenspartnerin Hella Langguth, in Bremervörde durch den Kultur- und Heimatkreis sowie als Leiterin der Artothek bekannt, führte sein Erbe weitere vier Jahre fort. Nun sieht sie sich durch äußere Einflüsse gezwungen, die Galerie aufzugeben.
Am Sonntag, 3. Mai, lädt sie anlässlich des Todestages von Dr. H. Joachim Andres alle Freunde sowie Kunst- und Naturinteressierten zu einer Abschlussveranstaltung mit Ausstellung ein. Ausgewählte Exponate können erworben werden. Die Veranstaltung findet von 11 bis 17 Uhr in der „Blauen Leiter“, Basdahler Weg 1 in Beverstedt statt.

