Weiße Netze an Sträuchern

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Auffällige Gespinste an Bäumen und Sträuchern sorgen derzeit in Gnarrenburg für Nachfragen. Die Gemeinde weist darauf hin, dass es sich häufig um harmlose Gespinstmotten handelt und nicht um den gefährlichen Eichenprozessionsspinner.

 

Ein Nest der Gespinstmotte.

Ein Nest der Gespinstmotte.

Bild: Eb

Gnarrenburg. Derzeit sorgen auffällige weiße Gespinste an Sträuchern und Bäumen in der Gemeinde für Beunruhigung. Vielfach wird vermutet, dass der Eichenprozessspinner dafür verantwortlich ist, der bekanntlich für de Gesundheit eine Gefahr darstellt. „Wir erhalten derzeit vermehrt Hinweise auf eingesponnene Sträucher und Bäume im Gemeindegebiet. Nicht jedes Gespinst ist jedoch ein Hinweis auf den Eichenprozessspinner. Oft handelt es sich um Gespinstmotten, die zwar auffällig aussehen, aber keine Gefahr für die Gesundheit darstellen“, sagt Klimaschutzmanagerin Simone Kasnitz.

 

Wichtige Unterschiede

Die Gespinstmotte bildet auffällige weiße Gespinste, die ganze Sträucher oder Bäume überziehen können. Häufig betroffen sind Pfaffenhütchen, Obstbäume, Traubenkirschen und andere Laubgehölze. Die Raupen der Gespinstmotte sind für Menschen und Haustiere ungefährlich. Auch wenn die Pflanzen zeitweise stark eingesponnen oder kahlgefressen werden, treiben sie in der Regel wieder vollständig aus.

Der Eichenprozessspinner befällt ausschließlich Eichen. Seine Raupen besitzen feine Brennhaare, die beim Menschen Hautreizungen, Atemwegsbeschwerden und allergische Reaktionen auslösen können. Auch in Niedersachsen tritt die Art vereinzelt auf, weshalb bei Verdachtsfällen Vorsicht geboten ist.

Die Gemeinde Gnarrenburg bittet die Bürger:innen deshalb, bei Sichtungen von Gespinsten nicht automatisch von einem Befall durch den Eichenprozessspinner auszugehen, sondern sich als erstes das Gehölz und die Raupen genau anzuschauen. Bei Verdacht auf einen Befall mit dem Eichenprozessspinner sollten die Raupen oder Nester nicht berührt werden.