Millionenschaden in Mehedorf

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Ein Werkstattbrand in Mehedorf hat in der Nacht zum 7. Juni einen Großeinsatz ausgelöst. Feuerwehren aus Bremervörde und der Umgebung waren mit rund 280 Kräften im Einsatz.

 

Die Drehleitern aus Bremervörde und Stade bei der Brandbekämpfung.

Die Drehleitern aus Bremervörde und Stade bei der Brandbekämpfung.

Bild: Eb

Mehedorf. In der Nacht zum Sonntag, 7. Juni, kam es im Bremervörder Ortsteil Mehedorf zu einem Großbrand. Eine Werkstatt wurde dabei durch ein Feuer vollständig zerstört. Die Alarmierung der Rettungskräfte erfolgte um 2.34 Uhr. Was zunächst als „Feuer 3/groß“ gemeldet wurde, weitete sich aufgrund der enormen Brandausbreitung rasch aus, sodass das Einsatzstichwort schnell auf „Feuer 4“ erhöht wurde.

Insgesamt waren rund 280 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie zahlreiche Helfer:innen weiterer Organisationen wie Polizei und Rettungsdienst vor Ort. Zur Brandbekämpfung wurden fast alle Feuerwehren aus dem gesamten Stadtgebiet Bremervörde sowie aus de umliegenden Ortschaften Alfstedt, Ebersdorf, Oerel und Nindorf alarmiert. Unterstützt wurde der Einsatz zudem durch den Gerätewagen Atemschutz der Kreisfeuerwehr Rotenburg sowie die Feuerwehr Stade, die mit einer Drehleiter und einem weiteren Fahrzeug anrückte.

Die Leitung des Großeinsatzes lag bei Stadtbrandmeister Nils Schwarz, unterstützt durch seine Stellvertreter Martin Borchers und Holger Burfeindt sowie Kreisbrandmeister Peter Dettmer und Abschnittsleiter Jörg Suske. An der Einsatzstelle wurden mehrere Einsatzabschnitte gebildet. Die beiden Drehleitern aus Bremervörde und Stade ermöglichten einen gezielten Löschangriff aus der Höhe, während eine große Anzahl an Trupps unter schwerem Atemschutz mit Strahlrohren gegen die Flammen vorging.

Eine besondere Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung dar, die über weite Wegstrecken sichergestellt werden musste. Zudem wurde ein kontinuierlicher Pendelverkehr mit mehreren Tanklöschfahrzeugen eingerichtet, um den hohen Wasserbedarf dauerhaft zu decken.

Im verlauf des Einsatzes wurde eine Warnung für die Bevölkerung in der Umgebung der Einsatzstelle aufgrund der starken Rauchentwicklung ausgegeben. Es galt, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Da absehbar war, dass die Löscharbeiten über längere Zeit andauern würden, wurde die DRK-Bereitschaft Bremervörde zur Verpflegung der Einsatzkräfte angefordert. Ebenfalls vor Ort war der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, ein SEG-Rettungswagen der DRK-Bereitschaft, um den Regelrettungsdienst aus dem Einsatz lösen zu können und Vertreter:innen des Energieversorgers sowie de Unteren Wasserbehörde. Es kam bei dem Brand zu keinem Personenschaden. Zunächst hieß es von der Polizeiinspektion Rotenburg, dass ein Sachschaden von 800.000 Euro entstanden sei. Diese Angabe wurde wenig später auf rund zwei Millionen Euro Sachschaden korrigiert.

Bei der Werkstatt handelt es sich um den Kfz-Betrieb des Vaters von der CDU-Bundestagsabgeordneten Vanessa Zobel. Auf Instagram veröffentlichte sie knapp zwei Tage später ein Video, in dem sich nicht nur den ganzen Einsatzkräften dankt, sondern auch von ihren Erfahrungen in dieser Nacht berichtet. „Es hätte alles noch viel schlimmer kommen können“, schreibt sie unter dem Video.