Feuchtflächen erhalten

red/eb Neu

Die NABU-Station Oste-Region sucht noch Unterstützung beim Entkusseln des Hohen Moores. Der nächste Arbeitseinsatz steht am 7. und 8. September an.

Soll erhalten bleiben: Das Hohe Moor bei Stade.

Soll erhalten bleiben: Das Hohe Moor bei Stade.

Bild: Eb

Stade. In Zusammenarbeit mit dem Naturschutzamt Stade pflegt und entwickelt die Ökologische NABU-Station Oste-Region (ÖNSOR) Moor- und Heideflächen im Naturschutzgebiet Hohes Moor. Die Kooperationspartner erhalten nun Unterstützung durch die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (IJGD) und laden weitere Interessierte zum Mitmachen ein.

„Direkt am Königsmoordamm, dem Hauptwanderweg im Hohen Moor, befindet sich eine der wertvollsten Feuchtheideflächen“, erklärt Dr. Uwe Andreas, Leiter des Naturschutzamtes.“ „Hier kommen kennzeichnende Zwergsträucher wie Glockenheide, Rosmarinheide und Moosbeere vor. Durch das Vorkommen spezieller Torfmoose kommt es lokal sogar zur Torfbildung“, hebt der Fachmann damit die große ökologische Bedeutung der Fläche hervor.

„Nachdem wir im Februar zusammen mit dem Naturschutzamt einige Leckagen verschlossen lassen haben, um das unkontrolliert abfließende Wasser zurückzuhalten, planen wir jetzt noch eine weitere Maßnahme, um diese wertvolle Fläche zu erhalten und zu entwickeln“, ergänzt Sarina Pils, Leiterin der ÖNSOR. Junggehölze, insbesondere Birken, die in Konkurrenz zur sensiblen Moorvegetation, u.a. den verschiedenen bunten Torfmoosen, stehen, sollen aus der Fläche entnommen werden. „Die jungen Gehölze werden zunächst abgesägt oder mitsamt der Wurzel herausgezogen und müssen dann von der Fläche getragen werden“, erklärt Sarina Pils das Vorhaben.

Mit Maschinen sei die sensible Fläche nicht befahrbar, daher sei „Manpower“ gefragt. Der Arbeitseinsatz ist für den 7. und 8. September geplant. Unterstützung erhalten die Kooperationspartner durch die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste, die mit 12 Jugendlichen im Alter von 16 bis 27 Jahren im Rahmen eines Workcamps teilnehmen werden. Aufgrund der sehr aufwendigen Vorgehensweise würde sich die ÖNSOR über weitere Helfer freuen. Wer Interesse hat, kann die ÖNSOR per Mail anschreiben: S.Pils@oesosteregion. de. „Während des Einsatzes wird es reichlich Zeit für den kulturellen und informativen Austausch geben. So werden die Teilnehmenden viel über das Moor und seine Tier- und Pflanzenwelt kennenlernen. Und zum Abschluss erwartet die Teilnehmer noch ein Kaffee- und Kuchenpicknick“, verspricht die ÖNSOR.