Ein Tag des Gedenkens

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81 Jahre nach der Befreiung des Stalag XB erinnert Sandbostel an das Leid der Gefangenen und setzt ein Zeichen gegen das Vergessen.

Mit dem Niederlegen der Kränze soll den Häftlingen gedacht werden.

Mit dem Niederlegen der Kränze soll den Häftlingen gedacht werden.

Bild: Eb

Sandbostel. Vor 81 Jahren, am 29. April 1945, befreite die britische Armee das Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglager Sandbostel. In jedem Jahr begehen die Gedenkstätte Lager Sandbostel und die Stiftung Lager Sandbostel gemeinsam mit Angehörigen den Jahrestag der Befreiung des Kriegsgefangenenlagers Stalag XB. Die Teilnehmenden gedenken der vielen tausenden Kriegsgefangenen, Internierten und KZ-Häftlingen, die in den sechs Jahren, in denen das Lager bestand, gelitten haben oder gestorben sind. Auch in diesem Jahr werden wieder viele Gäste und Angehörige aus ganz Europa erwartet.

In der Gedenkstätte werden am Mittwoch, 29. April, ab 15 Uhr deutsch-, englisch- und französischsprachige Rundgänge über das ehemalige Lagergelände und durch de Ausstellungen angeboten. Auch in diesem Jahr wird es wieder ein Café in dem ehemaligen Kinosaal mit Kaffee und Getränken geben.

Die eigentliche Gedenkveranstaltung beginnt um 17 Uhr auf der Kriegsgräberstätte Sandbostel mit der Begrüßung durch den Stiftungsvorsitzenden Günther Justen-Stahl, einer Ansprache der Regionalbischöfin Sabine Preuschoff und einer Kranzniederlegung am ehemaligen Lagerfriedhof in der Bevener Straße.

Um 18 Uhr wird die Veranstaltung in der ehemaligen Lagerküche in der Gedenkstätte Lager Sandbostel fortgesetzt. Nach einer Zitatcollage und der Begrüßung durch den Gedenkstättenleiter Andreas Ehresmann wird die Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Elke Gryglewski, ein Grußwort sprechen. Es folgen die Gedanken des FSJlers, Sören Heins. Schließlich wird Wilhelm Reijnders, der Neffe des niederländischen KZ-Häftling Petrus Johannes Ursem, sprechen.

Musikalisch wird die Veranstaltung von Stasya Zubova an der Geige begleitet. Am Gedenkstein für die im Stalag XB gestorbenen Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge werden die Teilnehmenden Kränze niederlegen und es besteht die Möglichkeit des individuellen Gedenkens.