Abenteuer in der Sandkuhle
Hollnseth. Am Pfingstwochenende war es in der sonst so verlassenen Sandkuhle in Hollen sehr belebt: Viele kleine und große Pfadfinder hatten ihr Zeltlager dort aufgeschlagen und verbrachten ein spannendes Wochenende in der Börde Lamstedt.
Der Bezirk „Wasserkante“ des Pfadfinderverbandes (VCP) war mit vier Stämmen angereist. Über 70 Teilnehmende im Alter von sechs bis 18 Jahren der Stämme „Kleiner Prinz“ aus Apensen, „Adiko“ aus Hammah, „Jan Cux“ aus Cuxhaven und als Gäste die „Querflieger“ aus Bremen hatten sich zum traditionellen Pfingstlager angemeldet und bei bestem Wetter zahlreiche Aktivitäten in und um die Sandkuhle geplant. Geländespiele, Singen, Lagerfeuer mit Stockbrot, Workshops, Stationsläufe, Tuchverleihung und Stammesaufnahme sind ein paar der Aktivitäten, die unter dem diesjährigen Motto „Wizard“ laufen. Viele Aktionen fanden draußen statt – das Wetter spielte mit, so dass die Zelte fast nur zum Schlafen oder als Schattenplatz genutzt wurden. Die Open-Air-Dusche wurde gerne genutzt und ein Toilettenwagen brachte den notwendigen Komfort auch in die Sandkuhle. Die Verpflegung oblag einem erfahrenen Team, das sich immer über freiwillige Helfende aus den Teilnehmenden freuen kann. Da jeder sein eigenes Geschirr mitbrachte, war auch hier die Arbeit überschaubar.
Erinnerungen nach 50 Jahren
Die Pfadfinder des VCP waren bereits vor rund 50 Jahren mit ihrem ersten Zeltlager in Hollen zu Gast – damals noch in der Feldmark nahe der Hollener Mühle. Viele Hollner erinnern sich bis heute gern an dieses besondere und spannende Spektakel. Waren es damals vor allem dir fünf- bis zehnjährigen Jungen aus dem ort, die neugierig zu den Zelten und Pfadfindern hinüberschauten, so waren es nun dieselben „Jungs“, die sich das Lager nach einem halben Jahrhundert erneut ansahen und dabei in Erinnerungen schwelgten. Doch nicht nur die ältere Generation zeigte Interesse. Auch viele Kinder und Jugendliche aus Holllen schauten bei den Pfadfindern vorbei und verfolgten das bunte Treiben mit großer Begeisterung.
Freundschaften fürs Leben
Tim, einer der Betreuer, freute sich sehr über den Ablauf des Wochenendes. Vor 22 Jahren kam er als Kind zu den Pfadfindern und hat sich heute zum Betreuer durch zahlreiche Schulungen und Lehrgänge weiterentwickelt. „Die Pfadfinder sind etwas für alle Altersstufen. Als Kind lernt man von den größeren oder auch von seinen älteren Geschwistern, als Jugendlicher kennt man seine Freunde und lernt neue Orte und Aktivitäten auch auf Landes- und Bundeseben kennen und als junger Erwachsener kann man über Juleica in die Betreuerschiene gehen und später sogar seine eigenen Kinder mitnehmen. Die Freundschaften, die sich über die Jahre und Jahrzehnte entwickeln, prägen und bleiben fürs Leben.“
Gemeinschaft, Verantwortung und Natur
Die Pfadfinderbewegung wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom britischen Offizier Robert Baden-Powell gegründet und besteht seit 1907. Ziel der Pfadfinder ist es, Kinder und Jugendliche in ihrer persönlichen Entwicklung zu fördern, Verantwortung zu übernehmen und Gemeinschaft zu erleben. Im Mittelpunkt stehen Werte wie Hilfsbereitschaft, Respekt, Teamgeist und ein bewusster Umgang mit Natur und Umwelt. Das Angebot umfasst unter anderem Gruppenstunden, Zeltlager, Fahrten, kreative Projekte sowie soziale und praktische Aktivitäten. Die Pfadfinder richten sich vor allem an Kinder und Jugendliche, bieten vielerorts aber auch Angebote für junge Erwachsene und Familien an.
Weitere Informationen zu den Angeboten des VCP sind unter vcp-niedersachsen.de zu finden.

