87 Prozent regenerative Energien

red 15

Die Zahl der Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien in Gnarrenburg ist innerhalb von vier Jahren von 351 auf 816 gestiegen.

In der Gemeinde Gnarrenburg wird immer mehr Erneuerbare Energie erzeugt. Die Gemeinde selbst investiert auch - beispielsweise in eine Photovoltaik-Anlage auf dem Gelände des Klärwerks.

In der Gemeinde Gnarrenburg wird immer mehr Erneuerbare Energie erzeugt. Die Gemeinde selbst investiert auch - beispielsweise in eine Photovoltaik-Anlage auf dem Gelände des Klärwerks.

Bild: Jost Schreiber

Gnarrenburg. Nach Daten von EWE NETZ deckte die dezentrale Erzeugung aus erneuerbaren Energien 2025 rechnerisch 87 Prozent des örtlichen Stromverbrauchs ab.

Die Energiewende in der Gemeinde Gnarrenburg ist nach aktuellen Energiedaten von EWE NETZ weiter vorangekommen. Die Zahl der Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien stieg von 351 im Jahr 2021 auf 816 im Jahr 2025. Das entspricht einem Zuwachs von rund 133 Prozent.

Im Jahr 2025 wurden in Gnarrenburg rund 19,9 Millionen Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. EWE NETZ weist einen Anteil dezentral erzeugter und eingespeister erneuerbarer Energie von 87 Prozent des örtlichen Stromverbrauchs aus. 2021 waren es 73 Prozent.

„Die Zahlen zeigen eine sehr positive Entwicklung. Die EWE NETZ weist für Gnarrenburg inzwischen einen regenerativen Anteil von 87 Prozent aus. Besonders erfreulich ist, dass die Energiewende in der gesamten Gemeinde sichtbar wird. Bei privaten Haushalten ebenso wie bei Landwirtschaft, Unternehmen und kommunalen Projekten“, erklärt Klimaschutzmanagerin Simone Kasnitz.

 

Photovoltaik spielt zentrale Rolle

Den größten Anteil an den Anlagen hat die Photovoltaik. Inzwischen gibt es in Gnarrenburg 810 Solaranlagen mit einer installierten Leistung von rund 12,8 Megawatt. Hinzu kommen Anlagen zur Stromerzeugung aus Windenergie und Biomasse.

Auch die Gemeinde investiert in erneuerbare Energien und Versorgungssicherheit. Auf dem Klärwerk wurde eine neue Photovoltaikanlage installiert und mit einem Notstromgenerator kombiniert. Im Zuge des Ganztagsausbaus sollen die Grundschulen Karlshöfen und Klenkendorfer Mühle ebenfalls Photovoltaikanlagen erhalten. Zudem läuft die Ausschreibung für eine weitere Anlage auf der Sporthalle der Oste-Hamme-Schule am Brilliter Weg.

Parallel schafft die Gemeinde planerische Voraussetzungen für weitere Freiflächen-Photovoltaikprojekte. Auch die Windenergie wird ausgebaut: In Kuhstedt entstehen neue Windenergieanlagen.

„Wir haben bei der Energiewende in den vergangenen Jahren einen großen Schritt nach vorne gemacht. Darauf ruhen wir uns nicht aus. Wir schaffen die Voraussetzungen für weitere Investitionen in erneuerbare Energien und gehen gleichzeitig bei unseren eigenen Gebäuden und Anlagen voran. Mehr erneuerbare Energie, weniger Energieverbrauch und eine moderne, wirtschaftliche Infrastruktur – diesen Weg wollen wir konsequent fortsetzen“, erklärt Bürgermeister Marc Breitenfeld.