Patrick Viol

Kosmische Katastrophen - „Als den Kelten der Himmel auf den Kopf fiel“

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Stahllieferant aus dem All? Aus dem Eisenerz von Asteroiden schmiedeten die Kelten Waffen. Foto: Adobestock/ Vadimsadovski

Stahllieferant aus dem All? Aus dem Eisenerz von Asteroiden schmiedeten die Kelten Waffen. Foto: Adobestock/ Vadimsadovski

Lilienthal. Am Dienstag, 18. Juni, lädt die Astronomische Vereinigung Lilienthal um 19.30 Uhr ins Vereinshaus in Würden zum Vortrag: „Als den Kelten der Himmel auf den Kopf fiel - Einschläge und andere kosmische Katastrophen unserer Erdgeschichte“. Vortragender ist Dr. Gert Traupe von der AVL.
Es gibt eindeutige Hinweise darauf, dass über keltischen Siedlungsgebieten zwischen München und Salzburg ein Asteroid herunterkam. Asterix und Obelix fürchten also nicht zufällig, dass ihnen der „Himmel auf den Kopf fällt“. Ihre Sorge hat einen realen Hintergrund.
Die Kelten verstanden allerdings etwas von Materialkunde und merkten, dass die Reste des Himmelskörpers Eisenerz besonderer Qualität enthielten, das mit Kohlenstoff vermengt war. Das kennen wir heute unter dem Begriff Stahl. Daraus schmiedeten sie die härtesten Waffen der Antike.
Die Römer bezogen alle ihre Schwerter von den Kelten. Der Himmel, der den Kelten auf den Kopf fiel, ist nur ein kleines Beispiel für eine Reihe kosmischer Katastrophen, die uns aus dem Weltall heimgesucht haben, wenn Asteroiden die Erdbahn kreuzten.
Die Überreste davon finden wir heute noch auf verschiedenen Kontinenten und die Reste sind trotz Verwitterung und Plattentektonik feststellbar. Es gibt charakteristische Formen, die im Vortrag vorgestellt werden. Es wird kurz vorgerechnet, wie groß die Einschlagskrater sind, wenn der Himmelkörper die Erdoberfläche erreicht und wie groß die freigesetzte Energie beim Impact ist. Dagegen ist eine Wasserstoffbombe recht wenig.
Am Schluss des Vortrags wird Gert Traupe die Frage erörtern, ob und wie sich die Menschheit gegen solch ein Ereignis schützen könnte. Das Beobachtungsnetzwerk, das die Asteroiden beobachtet, wird vorgestellt und mögliche Abwehrmaßnahmen werden erörtert.
Eine Sprengung wäre gewiss das Schlechteste, was uns einfallen könnte, aber es gibt bessere Alternativen. Davon im Vortrag mehr.


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