Anja Kalski

Wie wird sich die Cybersicherheit im Jahr 2022 entwickeln?

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Je mehr wir mit digitalen Technologien umgehen, desto mehr scheint auch das Risiko zu steigen, Opfer einer Cyberattacke zu werden. Das trifft nicht nur im privaten Bereich zu, wo wir geheime Passwörter in eine App in unser Smartphone tippen – auch Unternehmen sind immer öfter von Cyberkriminalität betroffen. Das stellt nicht nur eine Gefahr für die sensiblen Daten von Kunden dar, sondern kann auch wirtschaftliche Schäden nach sich ziehen.

Aus dem Grund sollten sowohl Privatpersonen als auch Firmen ein besonderes Augenmerk auf die neuen Entwicklungen rund um das Thema Cybersicherheit legen. Doch welche Trends sind in der Hinsicht im Jahr 2022 zu erwarten?

 

Cybersicherheit im Jahr 2022 – Warum ist das überhaupt so wichtig?

Die Cyberkriminalität rückt immer weiter in unseren Alltag. Nicht nur Spam- und Phishing-Mails im privaten Bereich häufen sich immer mehr an; auch Unternehmen werden immer öfter Opfer von Cyberattacken. In den letzten Jahren sind die Zahlen stetig gestiegen.

Laut einer Umfrage von Bitkom hat sich der aus Cybercrime entstandene Schaden von den Jahren 2018/2019 auf die Folgejahre 2020/2021 verdoppelt. Auf geschätzte 223 Milliarden Euro belaufen sich die Schäden, 88 % der befragten Unternehmen sind betroffen.

 

Verifizierungsverfahren sorgen für mehr Sicherheit

Die Verifizierung oder Authentifizierung ist ein wichtiger Punkt, der die Sicherheit beim Surfen im Netz erhöhen kann. Besonders wenn wichtige Daten eingegeben werden, sollte immer dafür gesorgt werden, dass der Zugreifende auch die Rechte dafür besitzt. Bei den neuen iPhones ist mittlerweile beispielsweise die Face-ID Standard. Viele Anbieter und Webseitenbetreiber setzen heute auch ein mehrstufiges Verfahren zur Verifizierung der Identität eines Nutzers ein.

Bei manchen Websites und Apps wird ein gesicherter Zugang noch etwas wichtiger, als bei anderen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Sie Bankgeschäfte oder andere Zahlungen online abwickeln möchten. Das kann in Onlineshops der Fall sein, aber unter anderem auch beim Spielen in Online-Casinos. Das ist so wichtig, weil hierbei Bankdaten und andere wichtige Informationen versendet werden. Und genau aus dem Grund setzen seriöse Casinoanbieter Authentifizierungsverfahren ein. Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Online-Casino-Verifizierung:

1.       Zuerst registriert der Spieler sein Konto und loggt sich in seinen Account ein.

2.       Reisepass oder anderes gefordertes Ausweisdokument hochladen.

3.       Adressnachweis, zum Beispiel Stromrechnung hochladen.

4.       Eventuell wird ein Foto des Kreditkarte verlangt. Dabei sollte es sich nur um die Vorderseite handeln, das meiste der Zahlen darf dabei geschwärzt werden (z. B. nur die ersten und letzten vier Ziffern sichtbar).

5.       Auf Bestätigung des Casinos warten.

Die Plattform überzeugt sich so von der wahren Identität der Nutzer und kann die Gefahr von Missbräuchen minimieren.

 

Aufgeklärt und mit Awareness das Problem Cybercrime angehen

Am besten können Nutzer möglichen Gefahren begegnen, wenn sie wissen, womit sie es zu tun haben. Es ist deshalb wichtig, ein größeres Bewusstsein für die Gefahren zu entwickeln, die bei der Internetnutzung lauern können. Das ist so wichtig, weil Cybercrime überall zugegen sein kann. Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen sollten deshalb informiert bleiben und sich hinsichtlich des Themas Cybersicherheit schlau machen.

Besonders für Unternehmen wird das Thema Cybersicherheit in Zukunft wahrscheinlich noch mehr Bedeutung erlangen. Bereits im Jahr 2021 standen Lieferketten explizit im Fokus von Cyberangreifern. Praktiken wie das Arbeiten aus dem Homeoffice, remote Work und die Nutzung von Cloud-Services erschafft immer neue Gelegenheiten und Einfallstore für Cyberkriminelle.

Unternehmen haben sowohl Mitarbeitenden, als auch Kunden und Geschäftspartnern gegenüber eine Verantwortung. Ransomware-Attacken etwa gehen nicht nur das attackierte Unternehmen etwas an, sondern haben auch Folgen für Buiness-Partner. Der Datenverkehr sollte deshalb so sicher wie möglich gestaltet werden. Dazu gehört unter anderem auch die eingehende Schulung aller Mitarbeitenden. Des Weiteren macht es Sinn, diesen nützliche Programme, wie etwa ein VPN, zur Verfügung zu stellen.

 

Künstliche Intelligenz als Risiko und Chance

Die Weiterentwicklung der künstlichen Intelligent (KI) birgt einerseits in Risiko für die Cybersicherheit. Durch immer smartere Technologien könnte es in Zukunft auch Hackern einfacher gemacht werden, sich in private Systeme einzuloggen und sensible Daten an sich zu nehmen.

Richtig eingesetzt, kann KI die Sicherheit bei der Internetnutzung erhöhen. Die smarten Technologien lernen bei jedem Zwischenfall dazu und können so in der Zukunft manche Attacken bereits abwehren, bevor sie überhaupt beim Endnutzer angekommen sind.

Andererseits sollte natürlich nicht vergessen werden, dass auch die Angreifer sich die künstliche Intelligenz zunutze machen können. Ein blindes Vertrauen auf die KI ist deshalb nur wenig empfehlenswert – es sollten immer auch erprobte Sicherheitsprotokolle beibehalten werden.

 

Cybersicherheit für alle

Die Cybersicherheit hat sich zu einem Thema entwickelt, von dem der Großteil der Welt betroffen ist. Aus dem Grund ist es wichtig, diese Angelegenheit möglichst weitreichend abzudecken und langfristige Lösungen zu finden.

Mit international eingeführten Standards zur Cybersicherheit können Produkte und Services sicherer gestaltet werden. Nicht nur die Endkunden sollten in der Verantwortung stehen, sich gegen Cyberattacken zu schützen – Online-Produkte sollten in Zukunft bestenfalls bereits so geliefert werden, dass diese ein erhöhtes Maß an Sicherheit bieten.

Dabei ist die Internationalität wichtig: Nur wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen, kann dies auch flächendeckend funktionieren. Und nur so kann die Cybersicherheit im Endeffekt für alle gewährleistet werden.
 


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