Anja Hildebrandt

Lasst uns über die sichersten Online-Zahlungsmethoden reden

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Foto: Blake Wisz Unplash

Wenn man mit Cyber-Sicherheitsexperten spricht, werden diese einem oft sagen, dass Cyber-Kriminalität für jemanden wie eine Naturkatastrophe wie zum Beispiel ein Erdbeben sein kann. Der Punkt ist, ähnlich wie bei einem Erdbeben, dass Cyber-Kriminalität etwas ist, dass „anderen Leuten“ passiert und man erst wirklich darüber nachdenkt, wenn es einen direkt betrifft.

Wenn man Sachen im Internet bezahlt, macht man das mit Selbstvertrauen. Natürlich kann man sich Sorgen machen, da man eine unbekannte Webseite besucht, dennoch werden die meisten von uns der Zahlungsmethode vertrauen. Und tatsächlich fokussieren sich die großen Finanzinstitutionen stark darauf, dass ihr Produkt sicher ist, da das letzte, was eine Firma wie VISA sehen möchte, Berichte darüber sind, dass ihr Bezahlungssystem unsicher ist.

Doch keine Zahlungsmethode kann zu 100% sicher sein. Verwundbarkeiten können in den verschiedensten Bereichen auftauchen, welche von Cyber-Kriminellen angegriffen werden. Wenn wir uns als Beispiel PayPal ansehen, welches als moderne Alternative für den Bankeinzug und Kreditkarten gesehen wird, wird man sehen, dass es unzählige Berichte darüber gibt, dass Hacker Schwachstellen ausnutzten. Zum Beispiel wurde 2020 von CyberNews berichtet, dass PayPal Nutzerdaten im Dark-Web verkauft wurden und dass das Authentifizierungssystem nicht robust genug war, um dies zu stoppen.

PayPal hat Schwächen

Wir kritisieren nicht PayPal und das Geld ist dort wahrscheinlich auch sicher. Doch wir betonen, dass alles seine Schwächen hat. Leute, die besonders sicherheitsbewusst sind, verwenden oft eine Methode, bei der man keine finanziellen Details angeben muss – Paysafecard. Es gibt zwei Möglichkeiten: Sie können Paysafecard online kaufen oder in einen Shop gehen und damit in Tausenden von Online-Shops bezahlen. Jedes Mal, wenn Sie einen Code erhalten, der nicht auf die finanziellen Details zurückgeführt werden kann..

Natürlich stoppt Paysafecard nicht jeglichen Betrug. Wenn man den Code zum Beispiel auf einer Webseite eingibt, die den bezahlten Service dann nicht liefert, hat man nicht die gleichen Sicherheiten wie bei einer Kreditkarte. Tatsächlich sind Kreditkartenanbieter am besten, wenn es um Kundenschutz geht, da diese den Preis erstatten können, wenn es sich um Betrug handelt. Wenn man besonders sicher sein möchte, kann man seinen Kreditkartenanbieter für eine einmalige Karte für einen speziellen Einkauf fragen. Die Optionen sind vorhanden.

Kryptowährungen könnten sicherer sein

Wenn es um Sicherheit in der Zukunft geht, wird man erwarten können, dass vieles auf der Blockchain-Technologie basieren wird. Optionen wie Ethereum funktionieren mit sogenannten „smart contracts“, welche den Mittelmann in der finanziellen Transaktion ausschließen und die Blockchain nutzen, um sicherzustellen, dass der Vertrag (die Zahlung) für Käufer und Verkäufer zufriedenstellend ausgeführt wird.

Doch Kryptowährungen befinden sich immer noch in der „Wilden Westen“-Phase. Zudem ist es nicht so einfach, auf einer Seite von beispielsweise H&M oder MediaMarkt mit Ethereum oder XRP zu bezahlen. Das könnte sich allerdings in der nahen Zukunft ändern, da Mainstream-Plattformen wie Facebook eigene Kryptowährungen wie Libra entwickelt haben.

Doch auch in einer Welt der Kryptowährungen wird es Schwachstellen geben. Das liegt in der Natur von Zahlungsmethoden. Doch wenn man wachsam ist und Vorkehrungen trifft, kann man die Chancen minimieren, vom Erdbeben betroffen zu sein.


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