Nadine Schilling

Kapital sinnvoll investieren - Diese Chancen haben Privatanleger

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Foto: Visual stories micheile by unsplash

Eine steigende Inflation bei zugleich niedrigen Sparzinsen - auf den ersten Blick könnten die Voraussetzungen für Sparer kaum schlechter sein. Wer sein Geld lediglich bei der Bank parkt, nimmt einen rapiden Wertverlust in Kauf. Auf der anderen Seite gehen Trading-Plattformen in die Offensive. Sie treffen auf Laien, die unzureichend über das Thema Geldanlage und investieren informiert sind. Hier in diesem Artikel wollen wir deshalb der Frage nachgehen, auf welche Grundfragen zu achten ist.

Den Anlagetyp kennen


An erster Stelle sei erwähnt, dass die Anlage des persönlichen Vermögens eine sehr individuelle Angelegenheit ist. Aus dem Grund ist es nicht möglich, hier einfach eine pauschale Strategie zu präsentieren. Welche Arten der Geldanlage infrage kommen, und welche Summen und Anteile dafür verwendet werden sollten, ist vor allem eine Frage der persönlichen Voraussetzungen und Ziele.

Für die Bestimmung des eigenen Standorts ist deshalb ein Blick auf den Anlagetypus von großer Bedeutung. Am einen Ende der Skala steht der risikofreudige Anleger. Diesen Menschen macht es nichts aus, wenn sie mit Teilen ihrer Geldanlage Verluste einfahren. Wichtiger erscheint es ihnen, die größten Chancen zu suchen, um womöglich mit Teilen des zur Verfügung stehenden Vermögens besonders hohe Gewinne erzielen zu können.

Konträr gegenüber stehen konservative Anleger. Ihr Ziel ist es, ihr Kapital einem möglichst geringen Risiko auszusetzen. Dazu sind sie gerne bereit, ihre Erwartungen an eine Rendite drastisch zu reduzieren. So kann es sein, dass die Anlage aus ihrer Sicht ein voller Erfolg war, wenn nur die Rate der Inflation damit ausgeglichen werden konnte.

Investition an der Börse


Doch was sind nun die Anlageklassen, in denen eine Geldanlage in diesen Tagen zum Erfolg führen kann? Bei dieser Betrachtung führt aktuell kein Weg an der Börse vorbei. Die stark steigenden Kurse der letzten Jahre machten einmal mehr deutlich, welche Chancen Anleger dort erwarten. Dank moderner Online-Broker ist es außerdem auch abseits der Hausbank möglich, Aktien, Fonds und ETFs zu erwerben. Dies hat einerseits eine steigende Beteiligung von Kleinanlegern zur Folge. Zum anderen sinken die Kosten für eine einzelne Order deutlich.

In einigen Teilen der Bevölkerung hält sich jedoch hartnäckig die Ansicht, dass der Kauf von Aktien mit dem Spielen im Casino zu vergleichen wäre. Zu groß ist aus ihrer Sicht das Risiko, unter den Schwankungen der Papiere zu leiden. Dem lässt sich jedoch die langfristige Entwicklung der Kurse entgegenhalten. Wer in den letzten Jahrzehnten breit gestreut in den deutschen oder amerikanischen Markt investierte, konnte unabhängig vom genauen Zeitpunkt eine hohe Rendite einfahren. Selbst beim DAX betrug sie im Schnitt gut 6 Prozent pro Jahr.

Da eine Geldanlage stets mit einer großen finanziellen Verantwortung verbunden ist, sollten Entscheidungen in diesem Bereich nicht zufällig getroffen werden. Für Privatanleger spielen besonders zwei Strategien eine Rolle, auf die wir jetzt genauer eingehen wollen.

Dividendenstrategie


Wie der Name schon sagt, setzt sich die Dividendenstrategie zum Ziel, ein auf Dividenden basierendes Einkommen aufzubauen. Hierbei handelt es sich um Gewinnbeteiligungen, die eine AG jährlich oder sogar quartalsweise an ihre Aktionäre überweist. Je nach Unternehmen handelt es sich hierbei um eine Summe von bis zu 6 Prozent des angelegten Vermögens.

Die Dividendenstrategie hat den Vorteil, dass die Wertpapiere nicht angetastet werden müssen, um an die Rendite zu kommen. Stattdessen wird der Ertrag ganz einfach auf das Verrechnungskonto ausgeschüttet. Anschließend können Aktionäre selbst entscheiden, ob sie das Geld ausgeben, oder reinvestieren möchten.

Wachstumsstrategie


Ein zweiter Weg, um an der Börse zu investieren, ist die Wachstumsstrategie. Hier rücken junge Unternehmen in den Fokus, die über ein besonders großes Kurspotenzial verfügen. In den letzten Jahren waren es Unternehmen wie Alphabet, Tesla, Netflix oder Amazon, welche die größten Gewinne bescheren konnten. Gleichsam ist eine genaue Analyse notwendig, um wirklich tragfähige Firmen finden zu können, und keine überbewerteten Aktien zu kaufen.

Wer zum Beispiel
bei Amazon investieren investieren möchte, kann zur Reduktion einen ETF erwerben, indem das Unternehmen enthalten ist. Auf diese Weise vergrößert sich automatisch die Streuung der eigenen Investition. Alternativ können die Anteile in mehreren Tranchen erworben werden, um unterschiedliche Einstiegskurse zu erhalten.

Grundstücke und Immobilien


Je konservativer Anleger vorgehen, desto kleiner ist der Anteil ihres Vermögens, den sie für die Suche nach dem nächsten Amazon einsetzen möchten. Stattdessen hegen sie zum Beispiel den Wunsch, eine größere Wertstabilität zu erreichen. Eine Anlageklasse, welche diesem Anspruch gerecht werden kann, sind die Immobilien. Selbst in Krisenzeiten behalten sie ihren Wert und werden dadurch zu einer sicheren Alternative.

Die letzten Jahre lehren außerdem, dass Anleger in diesem Zuge nicht auf Gewinne verzichten müssen. Besonders im städtischen Raum sind die Preise für Wohnraum in den letzten Jahren stark gestiegen. Außerdem schlägt sich der Gewinn der Investoren nicht nur in der Wertsteigerung des Objekts Neider. Wer die Gelegenheit hat, eine Immobilie zu vermieten, der kann sich außerdem über den Aufbau eines passiven Einkommens freuen. Auf diese Weise fließt ein monatliches Einkommen auf das eigene Konto, welches zum Beispiel zur Deckung der Finanzierung eingesetzt werden kann.

Edelmetalle


Ein weiteres Mittel, um die Volatilität der eigenen Investitionen zu senken, sind Edelmetalle. Besonders Gold wird nach wie vor als der sichere Hafen betitelt, der auch in Krisenzeiten stabil bleibt. Ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit ziehen viele Anleger daraus, dass sie physisch in Metalle investieren, und sie zum Beispiel in einem Schließfach lagern. Darüber hinaus gibt es in diesen Tagen ETFs, in denen Edelmetalle in großem Stil enthalten sind.

Der Vermögensaufbau für Kleinsparer


Doch was ist nun mit diesen Tipps zu machen, wenn gerade keine großen Ersparnisse auf dem Konto darauf warten investiert zu werden? In dem Fall sind
die Sparpläne eine geeignete Alternative, wie sie bei vielen Online-Brokern angeboten werden. Anstatt einmalig Aktien für eine größere Summe zu erwerben, wird monatlich ein kleiner Betrag an der Börse investiert. Die Summe von 25 Euro gilt in der Regel als Startpunkt für den Vermögensaufbau.

Für Kleinanleger hat dies den Vorteil, dass sie nicht länger von der Kapitalbildung am Aktienmarkt ausgeschlossen sind. Auf der anderen Seite sorgen die regelmäßigen Käufe auch hier für die Bildung von Durchschnittspreisen, die für die langfristige Investition an der Börse sehr vielversprechend sind.


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