Janine Girth

Vier Ausstellungsorte - eine Eröffnung - Unterhaltsames Programm in der Bötjerschen Scheune

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Jörg van den Berg und Beate Arnold sind in einem Gespräch vertieft. 
 Foto: ui

Jörg van den Berg und Beate Arnold sind in einem Gespräch vertieft. Foto: ui

Worpswede. Dieses Wochenende steht ganz im Zeichen des 100. Geburtstages der Worpsweder Kunsthalle (siehe Bericht „Ein großes Ereignis). Am Sonnabend, 16. März können die Worpsweder Museen von 10 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt besucht werden. Das Haus im Schluh (12 Uhr), die Große Kunstschau (14 Uhr) und der Barkenhoff (15 Uhr) bieten kuratorische Einführungen in die jeweilige Ausstellung an. Die Eröffnung der Jubiläumsausstellung „Kunstkosmos Worpswede“ ist um 17 Uhr in der Worpsweder Kunsthalle.
Das Jubiläum wird ab 19 Uhr in der Bötjerschen Scheune gefeiert. Nach der Begrüßung durch den Landrat Bernd Lütjen können sich die Gäste auf Björn Meyer aus Bern freuen, der mit seinem „6 String Electric Bass“ für schöne Töne sorgen wird. Bürgermeister Stefan Schwenke wird das Grußwort halten. Als Impulsgeberin des Abends zum Thema „Kunst und Kultur“ konnte die Generalsekretärin der Stiftung Niedersachsen, Lavinia Francke, gewonnen werden. Mit einer Gesprächsrunde mit Beate Arnold, Lavinia Francke, Matthias Jäger und Jörg van den Berg klingt der Abend dann aus.
Zu einem Künstlergespräch mit Andrea Wolfensberger und einer Performance von Björn Meyer wird am Sonntag, 17. März, um 15 Uhr in die Große Kunstschau (Rotunde) eingeladen.
Große Kunstschau / Barkenhoff
Ebenfalls ist ab dem 17. März in der Großen Kunstschau und im Barkenhoff die Ausstellung „Resonanzen II. Studierende der Kunsthochschulen Berlin, Bern und Kiel“ zu sehen (bis 16. Juni). Dabei handele es sich, wie Beate Arnold, Wissenschaftliche Leiterin des Barkenhoffs, sagte, um die Fortsetzung der Sommerausstellung 2018 „Kaleidoskop“. Mehr als 40 Kunststudierende besuchten das Künstlerdorf und ließen sich auf einen Dialog ein. Für die Ausstellung gab es keine Vorgabe. „Wir wollten nur, dass ein Bezug zu Worpswede hergestellt wird“, sagte Jörg van den Berg, Leiter der Großen Kunstschau. „Es sind fantastische Ergebnisse herausgekommen“, freute sich auch Beate Arnold. Man könne mit voller Überraschung sagen: „Das haben sie klasse gemacht.“
Da gibt es in der Großen Kunstschau großformatige Klinkerbilder, ein Ständerhaus mit Querverstrebungen, handgeschöpftes Papier, das in einer Performance finalisiert wird, oder ein fragiles Netz, das an die 70 Kilo wiegt, zu bewundern. Das Pendant einer Patchworkarbeit von Paula Oltmann aus Kiel findet sich dann im Barkenhoff. Unter dem Motto „How to open the eyes of a person“ demonstriert ein anderer Künstler, wie mit Photoshop aus einer Moorleiche ein Leben entspringt.
Anziehungspunkt in der Rotunde ist eine übergroße Skulptur von Andrea Wolfensberger aus Bern. Sie besteht aus Wellpappe und stellt zwei Kraniche dar. „Jede einzelne Schicht ist präzise zugeschnitten und dann geschliffen worden“, sagte die Künstlerin. Sie solle die Besucher animieren, um die Figur herumzugehen.
Haus im Schluh
„Talent und Humor“ heißt es bei Berit Müller. Vom 17. März bis 16. Juni können im Haus im Schluh in einer zweiteiligen Kabinettausstellung zauberhafte Originalzeichnungen, illustrierte Briefe und Buchtitel sowie ausdrucksstarke Landschaften, Porträts und Karikaturen von Eva Kauschke-Kongsbak in Augenschein genommen werden. „Sie war berühmt, aber vielen unbekannt“, sagte die Berit Müller. Zwischen ihr und ihrem Ehemann Martin Kauschke - das Paar lebte in Worpswede - habe eine interessante Kooperation bestanden. „Sie war die Zeichnerin, er hat die Schrift gestaltet.“ Für jedes Buch, das sie geschrieben habe, habe er eine andere Schrift erfunden.“ Es werde den Besuchern Freude machen, die Ausstellung anzuschauen, war sich Berit Müller ganz sicher.



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