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Sieger beim Gewässerwettbewerb

Schwanewede (eb). Das Projekt „Schwaneweder Beeke“ erhält einen Sonderpreis beim Niedersächsischen Gewässerwettbewerb.

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Vertreter:innen der Projektgemeinschaft bei der Preisverleihung des 7. Niedersächsischen Gewässerwettbewerbs.

Vertreter:innen der Projektgemeinschaft bei der Preisverleihung des 7. Niedersächsischen Gewässerwettbewerbs.

Foto: Sadia Barlow

Die Projektgemeinschaft der Biologischen Station Osterholz e. V. (BioS), der Aktionsgemeinschaft Bremer Schweiz (AGBS), des BUND Osterholz und des NABU Schwanewede bekommt für ihr Renaturierungsprojekt an der Schwanweder Beeke einen Sonderpreis der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.

Seit bald 10 Jahren engagieren sich AGBS, BUND, NABU und BioS für die naturnahe Umgestaltung der Schwaneweder Beeke. Dafür gab es nun den Sonderpreis des 7. Niedersächsischen Gewässerwettbewerbs „Bach im Fluss“. Bei ihrem Renaturierungsprojket haben die Verbände von Anfang an auf Dialog und Kooperation mit den entscheidenden Akteurinnen vor Ort wie Gemeinde, Naturschutzbehörde des Landkreises, Beekeverband, Unterhaltungsverband, Landwirte, Kirchengemeinde und viele andere gesetzt und bisher an zwei Abschnitten des Geestbaches eine Renaturierung realisiert.

Begleitet werden die Naturschutzmaßnahmen von intensiver Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. Dezernent Dominik Vinbruck vom Landkreis Osterholz, dessen Naturschutz- und Wasserbehörden das Projekt an der Schwaneweder Beeke maßgeblich unterstützt haben: „Wir gratulieren den Initiatoren herzlichst zu diesem Preis. Es ist toll zu sehen, wie sich die Schwaneweder Beeke dank des Einsatzes vieler ehrenamtlich Aktiven entwickelt hat. Der Preis ist mehr als verdient.“ Schwanewedes Bürgermeisterin Christina Jantz-Herrmann ergänzt: „Auch von unserer Seite die besten Glückwünsche. Dank der Aktivitäten von AGBS, BUND, NABU und BioS haben wir nicht nur einen wertvollen Lebensraum mitten in Schwanewede, sondern auch ein attraktives Naherholungsgebiet erhalten.“ Auch die Gemeinde Schwanewede unterstützte das Renaturierungsprojekt.

 

„Gewässerschutz auf gutem Weg“

 

Überreicht wurde der Preis von Frank Doods, Staatssekretär im Niedersächsischen Umweltministerium, und dem Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages (NST), Dr. Jan Arning. „Die Beiträge des Wettbewerbs belegen eindrucksvoll das große Engagement und das technische Können, mit denen Gewässerprojekte in unserem Land umgesetzt werden“, so Staatssekretär Doods. „Auch dieses Jahr wurden wir durch die langanhaltende Trockenheit und die damit einhergehenden niedrigen Wasserstände wieder Zeuge der Herausforderungen, die uns der Klimawandel heute schon beschert und die wir zukünftig vermehrt zu erwarten haben. Mit diesen Maßnahmen sind wir aber auf einem guten und richtigen Weg, um sowohl das Wasser länger in der Fläche zu halten als auch die Anforderungen an den modernen Gewässerschutz zu erfüllen. Mein großer Dank geht an die vielen haupt- und ehrenamtlich Tätigen, die diese Projekte umsetzen.“

 

Gewässerwettbewerb findet seit 2010 statt

 

Im Namen der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung fügt Geschäftsführer Karsten Behr hinzu: „Die vielfältigen Kooperationen und die vorbildliche Umweltbildungsarbeit an der Schwaneweder Beeke sind uns einen Sonderpreis wert. Viele Akteure haben hier zusammengearbeitet und mit ihrem breit gefächerten Wissen zur Umsetzung eines großen Gewässerentwicklungsprojektes beigetragen.“

Der Gewässerwettbewerb wird vom Niedersächsischen Umweltministerium und der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens unterstützt. Er wurde 2010 ins Leben gerufen und findet alle zwei Jahre statt. Ziel des Wettbewerbs ist es, im Sinne der EG-Wasserrahmenrichtlinie die Gewässerentwicklung in Niedersachsen zu fördern, gelungene Projekte der Fließgewässerentwicklung öffentlich zu präsentieren und die Vorbildfunktion guter Projekte zu nutzen.


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