Patrick Viol

Opa Meiners ist „harthörig“ - „De Worphüser“ mit neuer Spielstätte und Komödie „Dat Hörrohr“

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Im Stück „Dat Hörrohr“ wird Opa Meiners von Erwin Bornemann gespielt. Schwiegertochter Bertha (Christa Kuttler) muss dem Opa jedes Wort ins altmodisches Hörrohr schreien.  Foto: mr

Im Stück „Dat Hörrohr“ wird Opa Meiners von Erwin Bornemann gespielt. Schwiegertochter Bertha (Christa Kuttler) muss dem Opa jedes Wort ins altmodisches Hörrohr schreien. Foto: mr

von Monika Ruddek
Lilienthal. Besser hätte es die Theatergruppe „De Worphüser“ nicht treffen können. Nachdem sie 50 Jahre lang ihre Bühnenauftritte in Gerdes Landhaus hatten, ist der neue Spielort auf dem Lilienhof ebenbürtig. Ihr neues Stück, die Komödie „Dat Hörrohr“, spielt auf dem Flett und passt deshalb zu hundert Prozent auf das Flett des Lilienhofs. Bei der Vorpremiere am Mittwochabend überzeugten „De Worphüser“ sowohl mit ihrem exzellenten Theaterspeil als auch mit dem neuen Spielort. Dankbar ist das Ensemble den Worphüser Heimotfrünn, die den Spielort Lilienhof ganz unkompliziert ermöglichten.
Im Mittelpunkt des Komödienklassikers von Karl Bunjes steht Opa Meiners, der aufgrund seiner Schwerhörigkeit nicht mehr so recht am Leben teilnimmt. Schlafen, Zeitung lesen und Kaffee trinken gehören zu seiner Lieblingsbeschäftigung. Regisseur Klaus Meyer stellte gleich zu Beginn des Stücks klar, dass die Komödie „Dat Hörrohr“ ursprünglich zwar vom Ohnsorg Theater aufgeführt wurde. Der vielen Theaterbegeisterten in guter Erinnerung gebliebene Darsteller Henry Vahl hat die Rolle des Opa Meiners jedoch nie gespielt.
In dem Stück der Worphüser Theatergruppe wird Opa Meiners von Erwin Bornemann gespielt. So viel steht fest. Schwiegertochter Bertha (Christa Kuttler) muss dem Opa jedes Wort in sein altmodisches Hörrohr schreien, damit er überhaupt etwas versteht. Bertha nutzt die Hörschwäche vom Opa reichlich aus, um hinter seinem Rücken an den Bauernhof zu kommen. Gemeinsam mit dem Gastwirt Arnold Hogeback (Jörn Meyer-Melloh) spinnt sie eine hinterlistige Intrige um den Hof. Doch sie rechnet nicht mit dem Knecht Bernd (Mario Bornemann) und mit Opas Enkelin Elke (Pia Klutentreter), die beide auf Opa Meiners Seite stehen.
Knecht Bernd überredet Elke dazu, ihrem Opa ein Hörrohr zu geben, in dessen Inneren sich ein Hörgerät auf dem neuesten Stand der Technik befindet. Gesagt, getan, Opa Meiners bekommt das neue Hörrohr und ist sofort völlig angetan von der neuen Lebensqualität. Endlich hört er etwas, doch nicht alles was er hört gefällt ihm auch. Als er merkt, welch unwürdiges Spiel seine Schwiegertochter mit ihm spielt, die ihn ins Altersheim abschieben will.
Rüstiger Opa, ein Hörgerät und intrigante Ehefrauen
Opa Meiners ist aber schlau und lässt sich nicht anmerken, dass er nun alle Gespräche um ihn herum belauschen kann. Wunderbar komisch spielt Erwin Bornemann den Opa Meiners, der ja eigentlich noch ganz rüstig ist und auch schon Mal die Buddel Korn auf den Tisch stellt, um mit seinem Sohn Jochen (Wilfried Schumm) und Briefträger Tobias (Manfred Meyer) einen zu heben. Dabei führen Jochen und Tobias dann echte Männergespräche. Denn nach drei Gläschen Korn haben sie natürlich „die Hosen an“ und stehen so gar nicht unter dem Pantoffel ihrer intriganten Ehefrauen Bertha und Lieschen (Anja Stelljes).
Zum Schluss wundern sich alle über Opa Meiners, der dank seiner verbesserten Hörqualität nun wieder regen Anteil am Bauernhofleben nimmt. So viel sei verraten: Opa Meiners ist schließlich derjenige, der zuletzt lacht.
Noch bis 27. April zu sehen
Gespielt wird die Komödie noch bis zum 27. April auf dem Lilienhof, Worphauser Landstr. 26 a, 28865 Lilienhof. Die Abendvorstellungen am 12., 13., 14., 18., 22. 26. und 27. April beginnen um 19 Uhr. Die beiden Nachmittagsvorstellungen am 22. und 27. April beginnen um 15.30 Uhr.
Der Eintritt kostet 10 Euro. Karten können im Vorverkauf von montags bis freitags in der Zeit von 10 Uhr bis 12 Uhr und von 17 Uhr bis 19 Uhr unter der Telefonnummer 04298 467962 reserviert werden.


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