Janine Girth

„KIBS“ bekommt 2.500 Euro - Weihnachtsspende der ASO geht an Selbsthilfe-Beratungsstelle

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Christof von Schroetter übergab die Spende von 2.500 Euro und einen kleinen Präsentkorb an Dagmar Terbeck-Paul von der KIBS.  Foto: jm

Christof von Schroetter übergab die Spende von 2.500 Euro und einen kleinen Präsentkorb an Dagmar Terbeck-Paul von der KIBS. Foto: jm

Osterholz-Scharmbeck (jm). Zu Weihnachten übergibt der Abfallservice Osterholz (ASO) traditionell eine Spende. Projekte, die dafür infrage kommen, müssen „aus dem Landkreis kommen und einen sozialen Charakter haben“, erklärt Geschäftsführer Christof von Schroetter. Auf die Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle für Selbsthilfe des Paritätischen Osterholz trifft glücklicherweise beides zu.
So durfte sich die kurz „KIBS“ genannte Einrichtung nun über 2.500 Euro freuen. Das Geld soll in eine Teeküche investiert werden. In der Beratungsstelle, dessen Träger der Paritätische Dienst ist, unterstützt Dagmar Terbeck-Paul die Arbeit von den etwa 50 Selbsthilfegruppen, die es im Landkreis gibt. Sie vermittelt einerseits Anfragen von Interessierten an die jeweiligen Gruppensprecher, hilft aber auch beim Aufbau neuer Gruppen. „Wir bieten auch Beratungsgespräche für Interessierte an, um zu klären, ob Selbsthilfe oder Therapie besser geeignet wäre“, sagt Terbeck-Paul. Beim Aufbau einer neuen Gruppe sei logischerweise viel Unterstützung notwendig. Schließlich suchen die Betroffenen eigentlich Hilfe für ihr Problem, keine zusätzlich belastende Aufgabe. Dagmar Terbeck-Paul hilft bei der Raumsuche und ist auch bei den ersten Treffen dabei. „Bis zu fünf Termine begleite ich bei einer neuen Gruppe persönlich“, erzählt sie. Sie gibt Anregungen zur Gesprächsführung, zu möglichen Gruppenregeln und Organisationsstrukturen.
Wenn eine Gruppe länger als sechs Monate besteht, kann sie auch Fördergelder bei der Krankenkasse beantragen. So kann beispielsweise ein Beitrag zur Raummiete gezahlt werden. Für Projekte, wie Vortragsabende mit Experten, gibt es ebenfalls Zuschüsse. „Mir ist es ein Anliegen, dass wir für den ganzen Landkreis da sind, nicht nur für Osterholz-Scharmbeck“, sagt Dagmar Terbeck-Paul. Die KIBS sei keine Konkurrenz für das Amtmann-Schroeter-Haus, das Diakonische Werk oder andere Einrichtungen. Im Gegenteil: „Wir bieten Unterstützung!“ Der Bedarf ist da. Liest man den Flyer der KIBS, der beispielsweise in Arztpraxen ausliegt, so findet man Gruppen zu verschiedensten Themen: Krebs, Parkinson und Herzerkrankungen sind ebenso vertreten, wie Mobbing, Autismus, Demenz, Angststörungen und Transidentität.
„Die Anonymen Alkoholiker kennt man ja, aber dass es so viele verschiedene Gruppen gibt, hätte ich nicht gedacht“, gibt auch ASO-Geschäftsführer Christof von Schroetter zu. Die Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle für Selbsthilfe befindet sich Am Stadtpark 14 in Osterholz-Scharmbeck und ist telefonisch unter 04791-9829001 zu erreichen, per E-Mail unter kibs-landkreis-osterholz@t-online.de.



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