Käte Heins

40 Jahre alter Unimog generalüberholt

Frelsdorf. Andere Feuerwehren trennen sich von alten Fahrzeugen. Die Freiwillige Feuerwehr Frelsdorf hat einen anderen Weg eingeschlagen. Nach der Devise „Es muss nicht immer neu sein“, steht seit einigen Wochen der TLF 8/18W wieder blitzblank geputzt im Frelsdorfer Feuerwehrhaus.
 

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Wieder im Einsatz. Der generalüberholte Unimog TLF8/18W der Freiwilligen Feuerwehr Frelsdorf.
Ortsbrandmeister Michael Hollen zeigt den Kameraden den neuen Aufbau.

Wieder im Einsatz. Der generalüberholte Unimog TLF8/18W der Freiwilligen Feuerwehr Frelsdorf. Ortsbrandmeister Michael Hollen zeigt den Kameraden den neuen Aufbau.

Die Kameraden sind stolz auf ihren Oldtimer. All die Jahre wurde das Fahrzeug immer hervorragend gepflegt. Die Umrüstung für Fahrgestell, inklusive Aufbau und Erweiterung der Ausrüstung hat 160.000 Euro gekostet. Ein neues Fahrzeug würde mit 350.000 Euro zu Buche schlagen. „Das Tanklöschfahrzeug TLF8/18W, ist speziell für Vegetations- und Waldbrände entwickelt worden“, sagt Ortsbrandmeister Michael Hollen, „wir möchten unseren Unimog nicht in unserem Fuhrpark nicht mehr missen.“
 
Sehr geländegängiger Oldtimer
 
Diese Investition hat sich gelohnt. Die Frelsdorfer Feuerwehr ist eine von vier Stützpunktfeuerwehren in der Gemeinde Beverstedt, die sich durch ihre Mannschaftsstärke und Ausrüstung von anderen Feuerwehren abhebt. „Darum werden wir auch zu Einsätzen außerhalb der Gemeindegrenze herangezogen“, betont der stellvertretende Ortsbrandmeister Jan-Henrik Beardi. „Das Fahrzeug ist trotz seiner 8,5 t Gesamtgewicht sehr geländegängig und kann mit seinem Tank, der über ein Fassungsvermögen von 2.000 Litern verfügt, überall dort eingesetzt werden, wo wir mit unserem großen LF10 nicht hinkommen“, berichtet der Ortsbrandmeister. Wenn es wetterbedingt bei großer Hitze und lang anhaltender Dürre bei Gleisbauarbeiten oder Erntearbeiten zu Flächenbränden kommt, hat sich der Einsatz des Unimogs in der Vergangenheit schon oft bewährt, berichten die Kameraden.
Nach der jährlichen Tannenbaumaktion haben die Kameraden ihren Fahrzeugpark erst mal wieder auf Vordermann gebracht. Die Fahrzeughalle und der Fuhrpark sind top. „Dabei macht es die Corona-Pandemie den Feuerwehren nicht gerade leicht. Die Kameradschaft hat gelitten“, betont Mitglied Mathias Hollen. Die jährliche Jahreshauptversammlung wurde bis auf Weiteres verschoben.


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