Mareike Kerouche

Thema Alter stand im Mittelpunkt - Dritte Gesundheitskonferenz des Landkreises in Bremervörde

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Die Akteure der dritten Gesundheitskonferenz präsentieren sich mit Landrat Hermann Luttmann beim Pressegespräch vor dem Eingang des Gymnasiums in Bremervörde. Foto: uml

Die Akteure der dritten Gesundheitskonferenz präsentieren sich mit Landrat Hermann Luttmann beim Pressegespräch vor dem Eingang des Gymnasiums in Bremervörde. Foto: uml

Bremervörde (uml). Seit dem 1. Dezember 2016 ist der Landkreis Rotenburg (Wümme) vom Land Niedersachsen als Gesundheitsregion anerkannt. Ziel aller Gesundheitsregionen ist es, die Gesundheitsversorgung regional zu koordinieren und zukunftsorientiert auszurichten.
Ein Strukturelement jeder Gesundheitsregion ist die jährlich tagende regionale Gesundheitskonferenz, die sich als Fachtagung an alle regionalen Akteure des Gesundheitswesens aber auch an die interessierten Bürger richtet.
In den Räumlichkeiten des Gymnasiums Bremervörde fanden sich etwa 120 Tagungsteilnehmer ein, um an der dritten Konferenz in der Region Rotenburg (Wümme) teilzunehmen. Inhaltlich ging es in diesem Jahr um eine immer größer werdende Bevölkerungsgruppe - um die Versorgung älterer Menschen. Da der Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen im Landkreis Rotenburg (Wümme) „RoSe“ ebenfalls im Gesundheitsamt des Landkreises angesiedelt ist, wurde die Gesundheitskonferenz in diesem Jahr in Kooperation beider Bereiche veranstaltet.
Der Senioren- und Pflegestützpunkt ist eine zentrale Anlaufstelle für alle Bürger des Landkreises, die eine individuelle, unabhängige und kostenlose Beratung benötigen. Beraten werden Menschen mit Pflegebedarf in allen Altersstufen zu verschiedensten Themen, wie zum Beispiel zur häuslichen Versorgung, Wohnen im Alter oder bei Fragen rund um die Aufnahme in eine Pflegeeinrichtung.
In der täglichen Arbeit zeigen sich neben diesen klassischen Punkten zunehmend Beratungsbedarfe rund um das Thema „Demenz“ beziehungsweise gerontopsychiatrischer Versorgung. Im Rahmen der Fachtagung wurde die Versorgung älterer Menschen in den Mittelpunkt gestellt, um die Synergieeffekte der Teilnehmer zu bündeln.
Nach der offiziellen Begrüßung durch Landrat Hermann Luttmann ergriff Gabriele Mertens-Zündorf von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisation Bonn (BAGSO) das Wort und referierte über „Mehr Wohlbefinden und Lebensqualität im Alter - aber wie?“
Die Gerontotherapeutin Heike Schwabe nahm sich dem Thema „Man kann nicht immer lächeln - Herausforderndes Verhalten in der Pflege“ an und ging auf den Umgang mit schwierigen oder aggressiven Verhalten von Patienten ein. In verschiedenen Themeninseln wurden die Bereiche „Gesund älter werden“, „Leben mit Demenz“, „Gesund pflegen“ und „Miteinander Füreinander - Nachbarschaftshilfen“ vorgestellt und in kurzen Diskussionen bearbeitet.
Nach einer Kaffeepause wurden parallel verschiedene Foren angeboten, zu denen sich die Teilnehmer im Vorfeld angemeldet hatten.
Gerontopsychiatrische Versorgung, Gesundheitsförderung im höheren Lebensalter und Gesundheit - auch für Pflegekräfte. Die BAGSO hatte einen umfangreichen Informationsstand aufgebaut und konnte somit die Fachkräfte aber auch die pflegenden Angehörigen über ihre Arbeit aufklären und mit Material versorgen.
Am Ende der Veranstaltung fasste die Leiterin des Dezernats, Heike von Ostrowski, die Ergebnisse aus den Foren zusammen, um eine Arbeitsgrundlage für die Steuerungsgruppe im Gesundheitsamt des Landkreises zu erfassen.
Als Ergebnis der ersten Gesundheitskonferenz des Jahres 2017 wurde inzwischen im Internet unter www.gesundheitsregion.lk-row.de ein Gesundheitswegweiser eingerichtet, der Veranstaltungen und Beratungen zu verschiedensten Themen wie Vorsorge, Bewegung, seelische Gesundheit, Körper und Familie oder Selbsthilfegruppen bündeln und publizieren soll. Diese Seite befindet sich ständig im Aufbau und wird regelmäßig durch die Angebote verschiedenster Anbieter erweitert.


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