Mareike Kerouche

Kuscheln, Sex und Händchen halten „Timbre“, das Quartett überzeugte durch stimmliche Klangvielfalt

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Fröhlich und ein bisschen frivol. Das „Timbre Quartett“ mit Silke Potthast, Marie-Louise Baabe, Ingo Schneider und Stephan Winter (v.l.) riss ihr Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hin.  Foto: im

Fröhlich und ein bisschen frivol. Das „Timbre Quartett“ mit Silke Potthast, Marie-Louise Baabe, Ingo Schneider und Stephan Winter (v.l.) riss ihr Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hin. Foto: im

Bremervörde. Für einen Abend verwandelte sich der MöbelMarkt in eine echte Kulturbühne. Eingeladen hatte der Verein Tandem - soziale Teilhabe gestalten mit Unterstützung der Volksbank eG, dem Autohaus Spreckelsen, dem Rotary Club und dem Lions Club zu einem Tafelkonzert mit dem A-Capella-Quartett „Timbre“.
Mit dem Bon Jovi Titel „Have a nice day“ zog das stimmgewaltige Quartett durch die voll besetzten Reihen in Richtung Bühne. In den höchsten und tiefsten Tönen widmeten sich die vier Vollblutmusiker der Liebe in all ihren Facetten. „Heimat ist da, wo man zu Hause ist“, so Moderator Stephan Winter mit Blick auf den ersten plattdeutschen Song „Straat no Huus“.
Nach dieser gefühlvollen Ballade ging es, so Winter „in puncto Liebe knallhart zur Sache“. Seine Bilanz: 23 Jahre seines Lebens verbringe der Mensch mit Schlaf, sechs Wochen auf dem Klo und sechs Tage mit Sex. Das inspirierte das Quartett, mit Silke Potthast (Sopran), Marie-Louise Baabe (Alt) Ingo Schneider (Tenor) und Stephan Winter (Bass) zu dem Song von Maybebop „Kuscheln, Sex und Händchen halten“.
Mit weiteren Schlagern, Pop, Rock und Filmmusik wie „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“, oder „Mister Sandmann“ sicherten sich die Stimmakrobaten das uneingeschränkte Wohlwollen des Publikums, das ihre Begeisterung immer wieder durch lebhaften Applaus zum Ausdruck brachte. Gefühlvoll und stimmgewaltig näherten sie sich den flügelhaften, überirdischen Wesen; Titel: „Ich will kein Engel sein“ mit dem die Band Ramstein große Erfolge feierte. Mit dem Song „Halleluja“ von Leonhard Cohen verabschiedete sich das Quartett in die wohlverdiente Pause.
Mit dem schweren Schicksal einer Nachtigall, „ein echter Trauerfall“, so „Das Vogellied“ von Maybebop, starteten die A-cappella Vokalisten in die zweite Runde. Die zum Teil mit schwarzen Humor gewürzte Anmoderation von Ingo Schneider und Stephan Winter sorgte immer wieder für Lachsalven des restlos begeisterten Publikums. So wussten sie zu berichten, dass der Mensch streng wissenschaftlich zu der vermeintlich intelligentesten Spezies zähle. Doch in puncto Weitergabe des „Erbgutes sei im Vergleich mit einigen Tierarten noch Luft nach oben.“
In ihren teils frech frivolen Liedern beleuchteten sie im Finanzamt eine Steuerliebelei nach Aktenlage, beteten die „Girls, Girls, Girls“ an und gaben handfeste Lebensweisheiten im Kampf um die Geschlechter zum Besten. Ihr Fazit „Frauen halten die Fäden in der Hand“. Nach zwei Stunden bester musikalischer Unterhaltung drang das Quartett mit dem Titel „La Paloma“ in der Schlussgeraden in die grausame griechische Mythologie ein, um sich mit dem Lied der Comedian Harmonists „Auf Wiedersehen my dear“ von der Bühne zu verabschieden. Doch das restlos begeisterte Publikum forderte vehement nach einer Zugabe und die wurde mit dem Paulchen Panther Titel „Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät“ postwendend erfüllt.
Zurzeit probt das Timbre Quartett an einem Weihnachtskonzert. Am 15. Dezember will es gemeinsam mit dem Gast Trio „Traummusik“ in der St. Liborius Kirche auf das Fest der Liebe einstimmen.


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