Mareike Kerouche

Das Privileg Bürgerbus zu fahren - Erste Mitgliederversammlung vom Bürgerbus Bremervörde e.V.

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Kassenwart Michael Obladen (l.) und der erster Vorsitzende Günther Justen-Stahl unterschreiben den Auftrag für die Anschaffung des Bürgerbusses. Damit ist der Start für mehr Verbindung in Bremervörde besiegelt worden.  Foto: ls

Kassenwart Michael Obladen (l.) und der erster Vorsitzende Günther Justen-Stahl unterschreiben den Auftrag für die Anschaffung des Bürgerbusses. Damit ist der Start für mehr Verbindung in Bremervörde besiegelt worden. Foto: ls

Bremervörde. Die erste Mitgliederversammlung, gekoppelt mit einer Informationsveranstaltung, vom Bürgerbusverein Bremervörde lockte mehrere Interessierte in den kleinen Saal des Hotels Daub.
In seinen Grußworten freute sich Bürgermeister Detlev Fischer, dass „... wir nun endlich, nach fast drei Jahren Vorlauf, den Bürgerbus hier auf die Straße bringen.“
Worin dieser Vorlauf bestand, darüber klärte der erste Vorsitzende Günther Justen-Stahl auf. Vorbereitungstreffen, Finanzierungen klären, Pressegespräche, Kontakte zu anderen Bürgerbusvereinen aufnehmen, Fahrplan und Linienführung ausarbeiten, Gespräche mit der EVB als Konzessionär, Fahrer suchen und noch vieles mehr waren nötig. Lohn der Mühe: Am 8. März wurde der Verein gegründet.
Der kurzen Zeit geschuldet, fiel der Kassenbericht des Kassenwartes Doktor Michael Obladen entsprechend kurz und übersichtlich aus. Es standen noch Wahlen an. Gewählt wurden zwei Kassenprüfer, zwei Beisitzer und der stellvertretende Vorsitzende. Erleichterung beim ersten Vorsitzenden, nachdem nun alle Posten besetzt waren: „Hach, ist das schön.“
In der nun folgenden Informationsveranstaltung wurde detaillierter die Streckenführung dargestellt. Insgesamt wird es vier Linien geben, die nacheinander mehrmals am Tag abgefahren werden. Besonders wurde Wert darauf gelegt, dass der Bürgerbus dann fährt, wenn die regulären Busse nicht fahren beziehungsweise Orte angefahren werden, die vom ÖPNV bislang überhaupt nicht angefahren wurden. So kann sich Plönjeshausen in Zukunft über eine Anbindung an die Kernstadt freuen. „Wir wollen uns mit dem öffentlichen Verkehr vernetzen“, begründete Justen-Stahl die Linienplanung. Nicht angefahren werden Elm, Hesedorf und Bevern. Das wird damit begründet, dass diese Orte ab August ausreichend gut durch den regulären Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) angebunden sein werden. Ganz wichtig war auch die zeitlich passende Anbindung an die Züge der EVB. Auch die Erreichbarkeit des Krankenhauses in Bremervörde war ein wesentliches Kriterium des Fahrplanes.
Bevor nun der geplante Start am 1. August erfolgt, werden noch weitere Fahrer oder Fahrerinnen gebraucht. Fahrdienstleiter Mario Meyer erklärte, dass dazu jeder, der einen gültigen EU-Führerschein hat, geeignet ist. Die notwendige Gesundheitsprüfung wird kostenmäßig vom Verein übernommen.
Übrigens braucht niemand Angst zu haben, dass, wenn er oder sie die Gesundheitsprüfung nicht besteht, seinen Führerschein los wird. „Das ist keine Fahrprüfung. Es geht um den Gesundheitszustand und die Reaktionsfähigkeit.“ Wer am Prüfungstag zu aufgeregt war oder schlicht einen schlechten Tag hatte, kann die Prüfung problemlos wiederholen versicherte Meyer. Die Fahrer fahren übrigens ehrenamtlich, deshalb unentgeltlich und sind beitragsfreie Mitglieder des Vereins. Darüber sind sie automatisch auch versichert.
Fridtjof Schröter gab ein paar Auskünfte zum Fahrzeug, das auf Basis eines Fiat Ducato erstellt wird. Für acht Fahrgäste wird es Sitzplätze aber keinerlei Stehplätze geben. Ausreichend Platz für einen Kinderwagen oder Rollstuhl ist auch vorhanden. Bequemes Einsteigen wird für gehandicapte Passagiere durch eine ausklappbare Rampe gewährleistet.
Und weil die Ausstattung des Busses doch sehr viel komfortabler sei als in einem privaten Pkw, sei es ein Privileg, mit dem Bürgerbus zu fahren, meinte Rolf Hüchting.
Ein Problem habe man aber noch: Es fehlt ein Unterstellplatz für das Fahrzeug. Fridtjoff Schröter appellierte an alle Bremervörder: „Wir brauchen möglichst zentral einen Platz. Schön wäre, wenn der kostenfrei zur Verfügung gestellt werden könnte.“ Als eine finanzielle Einnahmequelle sollen die diversen Werbemöglichkeiten für Gewerbetreibende und Betriebe der Region im Bus via Monitor oder an den Außenflächen des Busses dienen. „Wir hoffen auf viele Werbepartner und auch Sponsoren.“
Justen-Stahl zog zum Schluss ein vorläufiges Fazit: „Wir brauchen Menschen, die den Bus unterstützen.“
Kontakt zum Bürgerbusverein Bremervörde: Günther Justen-Stahl, 04761/921414, Mail: buergerbus-brv@web.de.



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