Mareike Kerouche

52 Millionen Euro Milchgeld ausgezahlt - Rekordergebnis bei der Jahresanlieferung

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Hollnseth. Das Geschäftsjahr 2018 der Molkerei Lamstedt eG schloss mit einem neuen Rekordergebnis bei der Jahresanlieferung ab. Sie stieg um 2,42 Prozent auf 135,5 Millionen Kilogramm Milch bei einem Durchschnittsfettgehalt von 4,10 Prozent und Eiweiß von 3,41 Prozent. Auf der Generalversammlung im Gasthaus Kohrs präsentierte Molkereidirektor Manfred Tiedemann den 120 Genossen und Gästen einen recht zufriedenstellenden Jahresbericht.
Der eine oder der andere Lieferant hätte sich sicherlich ein paar mehr Cent beim Milchauszahlungspreis gewünscht. Für eine Milch mit 4,0 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß zahlte das Unternehmen im arithmetischen Mittel 34,56 Cent je Kilogramm plus Mehrwertsteuer und somit 2,69 Cent je Kilogramm weniger als im Vorjahr aus. „Wir lagen damit jedoch um 0,19 Cent je Kilogramm über dem Bundes- und 0,94 Cent je Kilogramm über dem Landesdurchschnitt“, so Manfred Tiedemann. Insgesamt schüttete die Molkerei 52 Millionen Euro Milchgeld aus.
Der Kuhbestand verringerte sich zum Vorjahr um rund 200 Tiere auf 16.700. „Damit erreichten wir einen Durchschnitt von 112 Kühen mit einer Milchanlieferung von 909.000 Kilogramm je Betrieb“.
Die angelieferte Rohmilch wurde wie folgt verarbeitet: auf Konsummilch und Frischkäse 2,19 Millionen Kilogramm, auf Butter (372.000 Kilogramm) 7,53 Millionen Kilogramm, auf Schlagsahne 9,54 Millionen Kilogramm und als Rohmilchverkauf 116,25 Millionen Kilogramm. Hauptabnehmer der Rohmilch sind das Deutsche Milchkontor in Zeven mit rund 90 Millionen Kilogramm und Mondelez/Kraft in Bad Fallingbostel mit rund 26 Millionen Kilogramm.
„Trotz des Jahrhundertsommers mussten wir aufgrund von billigeren Konkurrenzangeboten, vor allem aus Polen, leichte Absatzverluste bei unseren eigenen Produkten hinnehmen“, führte der Geschäftsführer aus.
Sehr zufrieden zeigte er sich mit der Qualität der Anlieferungsmilch. 99,39 Prozent wurden in die Güteklasse I eingestuft. „Ein guter Wert bei den hohen sommerlichen Temperaturen.“ Die hohe Qualität der eigenen Produkte bestätigen die Auszeichnungen durch die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG). Die Molkerei erhielt vier goldene, zwei silberne und einen Bronzepreis.
Abschließend dankte Manfred Tiedemann seinem Personal, das über Jahrzehnte diese Erfolge immer wieder ermöglichte.
Keine Veränderungen brachten die anstehenden Wahlen. Die Versammlung bestätigte die Vorstandsmitglieder Harald Buck (Nordahn) und Jörg Offermann (Stinstedt) in ihren Ämtern. Norbert Badura (Ihlienworth) gehört weiter dem Aufsichtsrat an.
Einen Überblick über das aktuelle Marktgeschehen gab Geschäftsführer Dr. Klaus A. Hein vom Deutschen Milchkontor.
Bürgermeister Manfred Knust, der mit Samtgemeindebürgermeister Holger Meyer zu den Gästen zählte, hob das gute Verhältnis zwischen Molkerei und den beiden Kommunen hervor. Kritisch setzte sich der stellvertretende Kreislandvolkvorsitzende Heino Klintworth in seinen Grußworten mit dem aktuellen Thema Artensterben und den in diesem Zusammenhang gegen die Landwirtschaft erhobenen Vorwürfen auseinander. „Diese pauschalen Anschuldigungen können wir nicht hinnehmen.“


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